Technische Merkmale von Lochblechen
Ein Lochblech besteht aus einem Blech mit eingebrachten Öffnungen, die gestanzt, gebohrt oder anders gefertigt sein können. Technisch beschrieben wird es über Material, Blechdicke, Lochform, Lochgrösse, Teilung, Anordnung der Löcher und Randbereiche. Diese Merkmale bestimmen, wie viel Fläche offen bleibt, wie steif das Bauteil ist und wie es sich weiterverarbeiten lässt.
Einsatz in Maschinen, Gehäusen und Anlagen
Lochbleche werden in Schutzabdeckungen, Verkleidungen, Lüftungsfeldern, Sieb- und Trennelementen sowie als Innenbauteile in Maschinen und Apparaten eingesetzt. Sie kommen dort zum Einsatz, wo eine Fläche nicht geschlossen sein soll, aber dennoch eine definierte mechanische Begrenzung oder Abschirmung benötigt wird. Je nach Anwendung steht der Durchlass für Luft, Licht, Flüssigkeiten oder Schüttgut im Vordergrund.
Lochbilder, Materialien und Weiterbearbeitung
Übliche Ausführungen sind Rundloch, Quadratloch und Langloch in gerader oder versetzter Anordnung. Als Werkstoffe werden je nach Umgebung und Beanspruchung unter anderem Stahl, Edelstahl oder Aluminium verwendet. Lochbleche können als Tafel, Zuschnitt oder weiterbearbeitetes Teil vorliegen, etwa mit Kantenbearbeitung, Abkantung, Rahmenbildung oder Entgratung.
Einordnung unter mechanische Zubehörteile
Innerhalb der mechanischen Zubehörteile sind Lochbleche funktionale Flächenelemente. Sie unterscheiden sich von Profilen, die primär lineare Querschnitte für Konstruktionen bilden, sowie von Scharnieren oder Schiebern, die bewegliche oder verstellbare Funktionen übernehmen. Im Gegensatz zu Industriemessern sind Lochbleche keine Schneidteile, und anders als Scheiben oder Stellringe werden sie nicht als punktuelle Verbindungselemente eingesetzt.