Wie Schutztürwächter an Maschinen arbeiten
Ein Schutztürwächter meldet den Zustand einer Schutztür an die sicherheitsbezogene Steuerung. Wird die Tür geöffnet oder eine Verriegelung aufgehoben, kann die Maschine in einen sicheren Zustand überführt oder ein Wiederanlauf verhindert werden. Je nach Bauart überwacht das Gerät nur die Stellung der Tür oder zusätzlich die Zuhaltung, wenn ein Öffnen erst nach Stillstand zulässig sein soll.
Typische Einbauorte in Fertigungs- und Automationsanlagen
Eingesetzt werden Schutztürwächter an Bearbeitungszentren, Montageanlagen, Roboterzellen, Förderanlagen und anderen Maschinen mit zugänglichen Gefahrenbereichen. Sie sind dort sinnvoll, wo Bedien-, Rüst- oder Wartungszugänge vorhanden sind, die während des Betriebs abgesichert werden müssen. In verketteten Anlagen werden sie oft in ein übergeordnetes Sicherheitskonzept mit Steuerung, Antriebsfreigabe und Diagnose eingebunden.
Ausführungen von einfacher Türüberwachung bis zur Zuhaltung
Verbreitet sind Geräte mit separatem Betätiger, kompakte Einheiten für kleinere Schutztüren sowie berührungslos arbeitende Varianten. Zusätzlich gibt es Ausführungen mit Zuhaltung, wenn eine Tür nicht sofort geöffnet werden darf, etwa bei Nachlaufzeiten oder Restgefahren. Unterschiede bestehen auch bei der Art der Signalausgabe, bei Diagnosemöglichkeiten und bei der Eignung für bestimmte Umgebungsbedingungen oder Einbausituationen.
Abgrenzung zu anderen Sicherheitsgeräten
Schutztürwächter sichern den Zugang über trennende Schutzeinrichtungen und sind damit von NOT-AUS-Schaltgeräten zu unterscheiden, die eine manuelle Abschaltfunktion auslösen. Drehzahlwächter überwachen dagegen Bewegungszustände von Antrieben oder Wellen, nicht die Stellung einer Tür. Sicherheitsrelais und Zeitrelais verarbeiten Sicherheitszustände in der Steuerung, während der Schutztürwächter den Tür- oder Verriegelungszustand selbst erfasst. Gegenüber allgemeinen Schutzsystemen ist er daher ein klar abgegrenztes Feldgerät mit spezifischer Funktion an der Schutzeinrichtung.