Aufgabe im Kühlmittelkreislauf
Im Betrieb von Werkzeugmaschinen gelangen feste Verunreinigungen laufend in das Kühlmittel. Filteranlagen trennen diese Stoffe aus dem Medium, bevor es erneut an die Bearbeitungsstelle gefördert wird. Das reduziert die Belastung für Pumpen, Düsen, Leitungen und nachgeschaltete Komponenten. Je nach Verfahren steht die Rückhaltung grober Späne, feiner Metallpartikel oder abrasiver Schleifrückstände im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche in der Metallbearbeitung
Eingesetzt werden Filteranlagen überall dort, wo Kühlmittel im Umlauf gefahren und durch den Prozess verunreinigt wird. Dazu gehören spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen und Bohren ebenso wie Prozesse mit sehr feinem Partikeleintrag, etwa Schleifen oder Läppen. Die Auslegung hängt unter anderem von Medium, Durchsatz, Partikelgrösse und der Frage ab, ob eine einzelne Maschine oder mehrere Anlagen gemeinsam versorgt werden.
Bauarten und Ausführungen
Filteranlagen für Kühlmittel sind in unterschiedlichen technischen Ausführungen verfügbar. Verbreitet sind beispielsweise Bandfilter, Beutelfilter, Patronenfilter, Vakuumfilter oder magnetische Abscheider für ferromagnetische Partikel. Daneben gibt es kompakte Maschinenlösungen und zentrale Filtersysteme für mehrere Bearbeitungsplätze. Welche Bauart geeignet ist, richtet sich nach Verschmutzungsart, Medium, Wartungskonzept und den Anforderungen an die Filtrationsfeinheit.
Abgrenzung zu verwandten Anlagen
Innerhalb der Kategorie Kühlung, Heizung und Temperatur beziehen sich Filteranlagen für Kühlmittel auf die Reinigung des Mediums im Kreislauf. Sie unterscheiden sich von Aggregate- und Kühlschmiermittelanlagen, die Kühlmittel bereitstellen, fördern oder mischen. Gegenüber mobilen Kühlmittelabsauggeräten liegt der Schwerpunkt nicht auf dem Absaugen oder Entleeren einzelner Behälter, sondern auf der kontinuierlichen oder periodischen Filtration im Prozess. Von Industriekühlanlagen, Wasserrückkühlanlagen oder Ölrückkühl-Anlagen grenzen sie sich dadurch ab, dass nicht die Temperaturführung, sondern die Feststoffabtrennung im Vordergrund steht.