Was unter Lacken und Lösungsmitteln in der Metallverarbeitung verstanden wird
Lacke bilden nach der Applikation einen zusammenhängenden Film auf der Metalloberfläche. Sie können dekorative, kennzeichnende oder schützende Aufgaben erfüllen. Lösungsmittel dienen je nach Produkt zum Verdünnen, zur Viskositätseinstellung, zur Reinigung von Werkzeugen und Anlagen oder zur Vorbereitung von Oberflächen. Welche Kombination geeignet ist, hängt vom Beschichtungssystem und von den Verarbeitungsvorgaben des jeweiligen Produkts ab.
Typische Einsatzsituationen bei Metallteilen und Werkstücken
Verwendet werden Lacke und Lösungsmittel unter anderem bei Gehäusen, Konstruktionsteilen, Blechteilen, Profilen, Maschinenelementen oder seriengefertigten Metallkomponenten. Im Werkstatt- und Industriebereich kommen sie sowohl bei der Erstbeschichtung als auch bei Ausbesserungen, Reparaturlackierungen oder der Nachbearbeitung zum Einsatz. Lösungsmittel sind zudem dort relevant, wo Lackiergeräte, Leitungen, Spritzsysteme oder Arbeitsflächen gereinigt werden müssen.
Produktarten und verarbeitungstechnische Unterschiede
Innerhalb dieser Leistung gibt es unterschiedliche Lacksysteme, etwa nach Bindemittelbasis, Trocknungsart oder Verarbeitungsverfahren. Ebenso unterscheiden sich Lösungsmittel nach ihrer Funktion, zum Beispiel als Verdünner, Reiniger oder Spezialmedium für bestimmte Systeme. In der Praxis ist entscheidend, ob ein Produkt für Pinsel, Rolle, Spritzapplikation oder industrielle Beschichtungsprozesse vorgesehen ist und ob es mit dem vorhandenen Untergrund sowie mit Vorbehandlung und Deckaufbau kompatibel bleibt.
Abgrenzung zu Industrielacken, Korrosionsschutzmitteln und Pulverlacken
Als Position innerhalb der Oberflächenveredelung ist "Lacke und Lösungsmittel" breiter gefasst als die Geschwisterleistung "Industrielacke", die stärker auf technisch definierte Beschichtungssysteme für industrielle Anwendungen zielt. "Korrosionsschutzmittel" fokussieren spezifisch auf den Schutz gegen Rost und Umwelteinflüsse, während Lacke auch rein optische oder kennzeichnende Funktionen haben können. "Pulverlacke" sind ein eigenes Beschichtungsverfahren ohne klassische flüssige Lösungsmittel im Auftrag, weshalb sie fachlich getrennt zu betrachten sind.