Förderaufgabe in der Werkzeugmaschine
Kühlmittelpumpen versorgen Bearbeitungsprozesse mit Kühlschmierstoff in der benötigten Menge und mit dem erforderlichen Druck. Je nach Maschinenkonzept fördern sie aus Behältern, Wannen oder zentralen Kühlmittelsystemen zu Düsen, Werkzeugen oder Spülstellen. Dabei muss die Pumpe mit dem verwendeten Medium und den betrieblichen Bedingungen wie Temperatur, Partikelanteil und Laufzeit kompatibel sein.
Typische Anwendungen in der Metallbearbeitung
Eingesetzt werden Kühlmittelpumpen in Bearbeitungszentren, Drehmaschinen, Fräsmaschinen, Schleifmaschinen, Sägen und ähnlichen Anlagen. Sie unterstützen die Kühlung an der Zerspanstelle, die Spülung des Arbeitsraums und den Transport von Spänen oder Abrieb aus dem Prozessbereich. Auch bei interner Werkzeugkühlung oder bei mehreren Entnahmestellen innerhalb einer Maschine sind sie Teil der Medienversorgung.
Bauarten und Auslegungsmerkmale
Kühlmittelpumpen sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich, etwa als Tauchpumpen für den Einbau im Tank oder als extern montierte Aggregate. Je nach Anwendung stehen Ausführungen für niedrige oder erhöhte Drücke, für saubere oder stärker belastete Medien sowie für Emulsionen oder Öle zur Verfügung. Relevante Auswahlkriterien sind Förderhöhe, Volumenstrom, Werkstoffe, Dichtungskonzept und die Beständigkeit gegenüber dem eingesetzten Kühlschmierstoff.
Abgrenzung zu Kreiselpumpen und Schraubenspindelpumpen
Innerhalb der Hierarchie gehören Kühlmittelpumpen zu Pumpen und Pumpenzubehör, beziehen sich aber auf den konkreten Einsatz in Werkzeugmaschinen und ähnlichen Anlagen. Die Geschwisterleistungen Kreiselpumpen und Schraubenspindelpumpen beschreiben dagegen primär das Förderprinzip. Eine Kühlmittelpumpe kann konstruktiv auf einem dieser Prinzipien basieren, wird in dieser Leistung jedoch nach ihrer Funktion in der Kühlschmierstoffversorgung eingeordnet.