Funktion von Dornen in der Werkstückspannung
Ein Dorn nimmt ein Werkstück über dessen Innenfläche auf und stellt eine definierte Lage zur Drehachse oder Bezugsfläche her. Dadurch lassen sich Bauteile mit Durchgangsbohrung oder Passsitz wiederholbar bearbeiten, messen oder montieren. Je nach Bauart steht die reine Zentrierung, die formschlüssige Aufnahme oder die klemmende Innenaufspannung im Vordergrund.
Typische Einsatzbereiche in Fertigung und Vorrichtungsbau
Dorne werden unter anderem beim Drehen, Schleifen, Fräsen und Messen eingesetzt, wenn ringförmige oder hohl ausgeführte Werkstücke gespannt werden müssen. Typische Beispiele sind Buchsen, Ringe, Naben oder Teile mit bearbeiteter Innenbohrung. Auch in Montage- und Prüfvorrichtungen dienen Dorne dazu, Bauteile lagegenau aufzunehmen und reproduzierbar zu referenzieren.
Ausführungen und Auswahlkriterien
Im Einsatz sind starre Aufnahmedorne, Zentrierdorne und spannende Varianten für unterschiedliche Innengeometrien und Toleranzlagen. Die Auswahl richtet sich nach Bohrungsdurchmesser, Werkstoff, zulässiger Spannkraft, geforderter Rundlaufgenauigkeit sowie nach der Art der Bearbeitung. Ebenfalls relevant sind Anschlagflächen, Einführgeometrie und die Schnittstelle zur Maschine oder Vorrichtung.
Abgrenzung zu anderen Spannmitteln
Dorne unterscheiden sich von Backen, Zangen oder Pratzen dadurch, dass sie das Werkstück nicht von aussen, sondern über die Innenkontur aufnehmen. Im Vergleich zu Platten oder Paletten dienen sie nicht primär als Trägerfläche, sondern als zentrierendes oder spannendes Funktionselement. Innerhalb der Gruppe der Spannmittel sind Dorne daher vor allem für Bauteile mit vorhandener Bohrung oder definierter Innenpassung geeignet.