Funktion von Abrichtdiamanten im Schleifprozess
Abrichtdiamanten sind Werkzeuge mit diamantbestückter Wirkzone zum Bearbeiten der aktiven Oberfläche von Schleifscheiben. Beim Abrichten wird Bindung abgetragen, die Geometrie der Scheibe nachgestellt und die Schneidfähigkeit der Schleifkörner wiederhergestellt. Je nach Anwendung dient der Vorgang dem Schärfen, dem Profilieren oder dem Rundrichten der Schleifscheibe.
Typische Einsatzbereiche auf Schleifmaschinen
Abrichtdiamanten kommen in Schleifprozessen zum Einsatz, in denen konventionelle Schleifscheiben regelmässig nachgestellt werden müssen. Typische Kontexte sind Flachschleifen, Rundschleifen oder Werkzeugschleifen. Verwendet werden sie sowohl bei einfachen Abrichtvorgängen zwischen Bearbeitungszyklen als auch bei profilgenauen Anwendungen, bei denen die Form der Schleifscheibe direkt das Werkstück beeinflusst.
Gängige Ausführungen und Auswahlkriterien
Erhältlich sind unter anderem Einkorn- und Mehrkornausführungen sowie profilbezogene Varianten mit diamantbestückter Arbeitszone. Die Auswahl richtet sich nach Zustellung, gewünschter Oberflächenqualität, Profilanforderung und Standzeitbedarf. Auch die Einbausituation auf der Maschine ist relevant, da Abrichtdiamanten oft in passenden Haltern geführt und exakt zur Schleifscheibe ausgerichtet werden.
Abgrenzung zu Abrichtrollen und anderen Werkzeugen
Abrichtdiamanten unterscheiden sich von Abrichtrollen durch ihre Bauart und ihren Einsatzschwerpunkt. Während Abrichtdiamanten punkt- oder linienförmig wirken, arbeiten Abrichtrollen als rotierende Abrichtwerkzeuge und werden häufig für wiederkehrende Profile oder höhere Prozessleistung eingesetzt. Von Stahlhaltern unterscheiden sie sich dadurch, dass der Diamant das eigentliche Wirkwerkzeug ist, während der Halter nur die Aufnahme bildet. Im Gegensatz zu Stangengreifern und Zentrierwerkzeugen dienen Abrichtdiamanten nicht der Werkstückhandhabung, sondern der Konditionierung des Schleifwerkzeugs.