Konstruktive Anforderungen an Schiebetürzargen
Eine Schiebetürzarge bildet den baulichen Abschluss der Türöffnung bei Schiebetüren. Anders als Zargen für Drehflügeltüren ist sie auf den seitlichen Türlauf und den Anschluss an das jeweilige Schiebesystem abgestimmt. Je nach System übernimmt sie die Verkleidung der Öffnung, den Schutz der Kanten und die abgestimmte Einbindung in Wand, Bekleidung oder Schiebetürtasche.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Schiebetürzargen kommen im Wohnbau, im Büroausbau, in Verwaltungen, im Gesundheitswesen und in weiteren Innenbereichen zum Einsatz. Sie eignen sich für Situationen, in denen der Schwenkbereich einer Drehtür vermieden werden soll oder ein klarer Wandverlauf gewünscht ist. Die konkrete Ausführung hängt dabei von Türgrösse, Nutzungsintensität, Wandkonstruktion und gestalterischem Konzept ab.
Ausführungen nach Einbauart und System
Unterschieden wird vor allem zwischen Schiebetüren, die vor der Wand laufen, und Lösungen, bei denen das Türblatt in einer Wandtasche verschwindet. Hinzu kommen ein- oder zweiflügelige Anlagen sowie sichtbare oder reduzierte Zargenlösungen. Innerhalb der Metallbauprodukte kann eine Schiebetürzarge zudem in verschiedenen Materialien und Oberflächen ausgeführt sein, wobei auf dieser Seite die Funktion als Schiebetürzarge und nicht das Material im Vordergrund steht.
Abgrenzung zu anderen Zargenarten
Schiebetürzargen unterscheiden sich von klassischen Zargen für Anschlagtüren durch das Öffnungsprinzip und die Anbindung an das Schiebesystem. Von Alu-Türzargen, Chromstahlzargen und Stahlzargen grenzen sie sich dadurch ab, dass diese Kategorien primär nach Werkstoff geordnet sind. Steckzargen beschreiben vor allem eine Montageart, während Lüftungszargen für Öffnungen mit Luftdurchlass ausgelegt sind und eine andere technische Aufgabe erfüllen.