Wie Venenscanner Personen identifizieren
Bei einem Venenscanner wird das individuelle Muster von Blutgefässen erfasst und mit einem zuvor hinterlegten biometrischen Referenzwert verglichen. Die Identifikation erfolgt nicht über sichtbare Hautmerkmale, sondern über Strukturen unter der Haut. In der Praxis werden dafür zunächst biometrische Daten eingelernt und als Template gespeichert; beim Zutritt prüft das System, ob die aktuelle Erfassung zum hinterlegten Datensatz passt. Der Scanner ist damit ein Baustein der biometrischen Identifikation innerhalb eines gesamten Zugangskontrollsystems.
Typische Einsatzbereiche in der Zugangskontrolle
Venenscanner werden in Bereichen eingesetzt, in denen der Zugang auf klar definierte Personen begrenzt ist. Dazu zählen beispielsweise interne Sicherheitszonen in Bürogebäuden, Technikräume, Rechenzentren, Labore, Produktionsbereiche mit erhöhten Schutzanforderungen oder sensible Verwaltungsbereiche. Sie eignen sich besonders für Umgebungen, in denen weitergegebene Ausweise, verlorene Medien oder gemeinsam genutzte PIN-Codes vermieden werden sollen. Je nach System können sie als alleinige Identifikationsmethode oder in Kombination mit weiteren Zutrittsmedien verwendet werden.
Varianten und Einbindung in bestehende Systeme
Venenscanner unterscheiden sich vor allem nach der erfassten Körperregion und nach der Art der Integration. Verbreitet sind Systeme zur Erfassung von Finger-, Handflächen- oder Handvenen. Technisch werden sie in Türsteuerungen, Leserarchitekturen und Berechtigungsverwaltungen eingebunden; möglich sind auch Kombinationen mit Ausweisen oder PIN-Eingaben für mehrstufige Freigaben. Bei der Auswahl spielen unter anderem die Benutzerführung, hygienische Anforderungen, der vorgesehene Innen- oder Aussenbereich sowie die Anbindung an bestehende Zutrittssoftware eine Rolle.
Abgrenzung zu Fingerabdruckscanner und Iris-Scanner
Venenscanner gehören wie Fingerabdruckscanner und Iris-Scanner zur biometrischen Zugangskontrolle, arbeiten aber mit einem anderen Merkmal. Fingerabdruckscanner erfassen die Hautstruktur an der Fingeroberfläche, Iris-Scanner die individuelle Struktur der Regenbogenhaut im Auge. Venenscanner lesen dagegen Gefaessmuster unter der Haut aus. Innerhalb der Hierarchie der Zugangskontrollsysteme stellen sie nur die biometrische Erfassung bereit; Funktionen wie Türfreigabe, Rechteverwaltung, Protokollierung oder die Ansteuerung von Schlössern werden durch das übergeordnete System übernommen.