Aufbau und Funktionsprinzip von Doppelböden
Ein Doppelboden besteht aus einer tragenden Unterkonstruktion und aus einzeln verlegten Bodenplatten. Zwischen Rohboden und Platten entsteht ein Installationsraum für Elektro, Daten, Lüftung oder weitere haustechnische Leitungen. Der wesentliche Unterschied zu geschlossenen Bodenkonstruktionen liegt in der Revisionsfähigkeit: Einzelne Elemente können geöffnet werden, ohne den gesamten Bodenaufbau zu entfernen.
Typische Einsatzbereiche mit Installationsraum unter dem Boden
Doppelböden werden dort eingesetzt, wo technische Infrastruktur flexibel geführt und angepasst werden muss. Typische Anwendungsbereiche sind Büroflächen, Leitwarten, Technikräume oder Bereiche mit häufig wechselnder Arbeitsplatzanordnung. Auch bei Umnutzungen innerhalb eines Gebäudes erleichtert der zugängliche Hohlraum Anpassungen an Leitungsführung und Anschlusspunkten.
Materialien, Oberflächen und Ausprägungen
Die Ausführung von Doppelböden richtet sich nach Nutzung, Beanspruchung und gewünschter Oberfläche. In der Einordnung dieser Leistung zählen dazu unter anderem Holzdoppelböden, PVC-Doppelböden und Steindoppelböden. Zusätzlich können auf oder an den Platten verschiedene Beläge vorgesehen werden, etwa textile Oberflächen wie Teppiche, sofern sie mit dem Systemaufbau abgestimmt sind.
Abgrenzung zu anderen Bodenbelägen und zu Unterlagsböden
Innerhalb der Leistung Böden und Bodenbeläge gehören Doppelböden zu den konstruktiven Bodensystemen und nicht nur zu den sichtbaren Oberbelägen. Im Unterschied zu Naturstein, Holz, Linoleum, Kunststoffen oder textilen Belägen steht bei Doppelböden der zugängliche Hohlraum als funktionaler Bestandteil im Vordergrund. Gegenüber Unterlagsböden sind Doppelböden keine geschlossene Ausgleichs- oder Tragschicht, sondern ein aufgeständertes System mit dem Ziel, Installationen unter dem Nutzboden unterzubringen.