Wie Lichtbänder konstruktiv aufgebaut sind
Lichtbänder verlaufen über grössere Längen und schaffen eine zusammenhängende Belichtungszone. Sie können in Dachflächen, entlang des Firsts, in geneigten Bereichen oder als lineare Fassadenelemente ausgeführt werden. Je nach System bestehen sie aus Tragprofilen, Aufsatzkonstruktionen und transparenten oder transluzenten Füllungen. Für die Planung sind neben dem Lichteintrag auch Abdichtung, Anschlüsse, Wärmeschutz und die Einbindung in die Tragkonstruktion relevant.
Typische Einsatzbereiche in Hallen und Gewerbebauten
Lichtbänder finden sich häufig in Industriehallen, Werkstätten, Lager- und Logistikbauten, Sporthallen sowie anderen Gebäuden mit grossen zusammenhängenden Dachflächen. Dort reduzieren sie den Bedarf an künstlicher Beleuchtung bei Tageslicht und verbessern die Ausleuchtung in der Gebäudetiefe. In Fassaden kommen sie vor, wenn schmale, durchgehende Lichtzonen gewünscht sind, ohne die gesamte Fläche als klassische Fensterfront auszubilden.
Ausführungen nach Lage, Form und Funktion
Unterschieden wird vor allem nach Einbauort und Geometrie: Dachlichtbänder, Firstlichtbänder oder vertikale lineare Lichtbänder in der Fassade erfüllen unterschiedliche Anforderungen an Belichtung und Wetterschutz. Systeme können fest verglast sein oder mit öffenbaren Flügeln für Lüftungsfunktionen kombiniert werden. Auch Materialwahl, Transparenzgrad und Profilierung variieren je nach gewünschter Lichtstreuung, Sichtverbindung und baulicher Situation.
Abgrenzung zu Lichtkuppeln, Lichtdecken und Lichtplatten
Innerhalb des Lichtbaus unterscheiden sich Lichtbänder klar von anderen Elementen. Lichtkuppeln belichten meist punktuell einzelne Dachöffnungen, während Lichtbänder eine lineare, zusammenhängende Tageslichtführung schaffen. Tonnengewölbe bilden gewölbte, raumprägende Überdeckungen und sind nicht mit einem schlanken linearen Lichtband gleichzusetzen. Lichtplatten, gewellt bezeichnen in der Regel das Material oder die Deckschicht, nicht das komplette Lichtbandsystem. Lichtdecken wiederum sind innenliegende Lichtflächen und keine Öffnungen oder Aufbauten in der Gebäudehülle.