Was zu Innentüren im Ausbau gehört
Innentüren sind Türsysteme für den Gebäudeinnenraum, etwa zwischen Zimmern, Büros, Korridoren, Nebenräumen oder Funktionsbereichen. Sie bestehen in der Regel aus Türblatt, Bandseite, Schloss, Drückergarnitur und einer zur Wand passenden Zarge. Je nach Ausführung übernehmen sie mehr als nur die Raumtrennung, zum Beispiel Sichtschutz, kontrollierte Durchgänge oder definierte Schall- und Feuerwiderstandseigenschaften. Für die Auswahl relevant sind unter anderem Wandaufbau, Türanschlag, Öffnungsrichtung, lichter Durchgang und Nutzungsintensität.
Typische Einsatzbereiche in Gebäuden
In Wohnbauten werden Innentüren vor allem nach Platzbedarf, Oberflächenwirkung und Privatsphäre gewählt. In Büro- und Verwaltungsbauten kommen zusätzlich Anforderungen an Frequentierung, Akustik und transparente Raumlösungen hinzu. In Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder gewerblichen Bauten können robuste Oberflächen, einfache Reinigung, Sicherheitsfunktionen oder besondere Schutzanforderungen im Vordergrund stehen. Bei Umbauten ist oft zu prüfen, ob bestehende Öffnungen, Wandstärken und Zargen übernommen werden können oder ob ein kompletter Ersatz sinnvoller ist.
Bauarten und funktionale Ausführungen
Zu den Innentüren zählen unter anderem glatte und gestemmte Türen, Glas- und Ganzglastüren sowie Schiebe- und Falt-Schiebetüren. Daneben gibt es funktionale Ausführungen wie schallhemmende, feuerhemmende oder andere Schutztüren für Bereiche mit definierten technischen Anforderungen. Material, Aufbau und Beschlagstechnik richten sich nach Nutzung, Beanspruchung und gewünschter Wirkung im Raum. Nicht jede Türart passt zu jeder Einbausituation: Schiebetüren sparen Schwenkraum, benötigen aber geeignete Wand- oder Laufschienenlösungen, während Ganzglastüren andere Anforderungen an Beschläge und Privatsphäre stellen.
Abgrenzung zu Zargen, Aussentüren und Türbau
Innentüren sind innerhalb der Hierarchie dem Bereich Türen zugeordnet und betreffen den Innenausbau eines Gebäudes. Von Aussentüren und Toren unterscheiden sie sich durch ihre Einbaulage und durch andere Anforderungen an Witterung, Wärmedämmung und äussere Sicherheit. Zargen sind keine Innentüren, sondern ein eigenständiger Bauteil, der das Türblatt aufnimmt und konstruktiv an die Wand anschliesst. Der Bereich Torbau und Türbau umfasst darüber hinaus die Herstellung, Montage und teilweise komplexere Tür- und Torlösungen, während die Leistungsseite Innentüren den konkreten Bauteil im Innenraum beschreibt.