Was feuerhemmende Türen im Innenausbau leisten
Eine feuerhemmende Tür ist nicht einfach ein besonders robustes Türblatt, sondern ein abgestimmtes System aus Türblatt, Zarge, Beschlägen, Dichtungen und gegebenenfalls Verglasung. Die feuerhemmende Wirkung bezieht sich auf den geprüften Aufbau als Ganzes. Damit die Funktion im Brandfall erhalten bleibt, müssen Ausführung, Einbau und spätere Nutzung zur vorgesehenen Systemlösung passen.
Typische Einbauorte in Gebäuden
Feuerhemmende Türen werden innerhalb von Gebäuden an Übergängen eingesetzt, an denen Brandabschnitte voneinander getrennt werden. Typische Bereiche sind Korridore, Treppenhauszugänge, Technikräume, Kellererschliessungen, Archivräume oder Verbindungen zwischen unterschiedlich genutzten Nutzungseinheiten. Im Gegensatz zu Aussentüren stehen bei dieser Leistung innere Gebäudeabschlüsse und der Verlauf von Flucht- und Rettungswegen im Vordergrund.
Ausführungen und konstruktive Merkmale
Je nach Anforderung werden feuerhemmende Türen als ein- oder zweiflügelige Elemente, mit oder ohne Verglasung, mit Feststellvorrichtungen oder mit besonderen Beschlägen ausgeführt. Auch Anforderungen wie Rauchschutz, Panikfunktion oder automatische Schliessung können mit der Brandschutzfunktion kombiniert werden, sofern das jeweilige System dafür ausgelegt ist. Sichtbare Materialwahl und Oberflächen können stark variieren, entscheidend bleibt jedoch die nachgewiesene Eignung der gesamten Konstruktion.
Abgrenzung zu anderen Innentüren
Feuerhemmende Türen unterscheiden sich von schallhemmenden Türen durch ihr Schutzziel: Nicht die Schalldämmung, sondern der Feuerwiderstand steht im Vordergrund. Gegenüber allgemeinen Schutztüren ist die Leistung enger definiert, weil sie sich konkret auf den Brandfall bezieht. Automatische Türen oder Schiebetüren beschreiben in erster Linie eine Bewegungs- oder Öffnungsart; feuerhemmend bezeichnet dagegen eine brandschutztechnische Eigenschaft, die nur für entsprechend geprüfte Systeme gilt.