Funktion von Konsolen im Beschlagbereich
Im Bereich Beschläge übernehmen Konsolen eine tragende, verbindende oder ausgleichende Aufgabe. Sie leiten Kräfte in den Untergrund oder in angrenzende Bauteile weiter und schaffen eine stabile Montagebasis für funktionale Elemente. Je nach Konstruktion dienen sie als Abstandshalter, Halterung, Auflager oder Adapter zwischen Beschlag und Einbauumgebung.
Einsatz an Türen, Toren und angrenzenden Konstruktionen
Konsolen kommen dort zum Einsatz, wo Beschläge, Zusatzteile oder technische Komponenten an bauliche Gegebenheiten angepasst werden müssen. Das betrifft unter anderem Anschlüsse an Mauerwerk, Stahlbau, Fassadenkonstruktionen, Zargen, Torrahmen oder Sonderprofile. Auch bei Sanierungen und Umbauten werden Konsolen verwendet, wenn bestehende Einbausituationen keine standardisierte Befestigung zulassen.
Ausführungen nach Material, Geometrie und Befestigung
Konsolen unterscheiden sich nach Werkstoff, Form, Abmessung und Anschlussart. Üblich sind einfache Winkelkonsolen, auskragende Halterungen, verstärkte Tragkonsolen oder projektspezifisch gefertigte Sonderteile. Relevant sind dabei die erforderliche Lastaufnahme, Korrosionsbeständigkeit, Verstellbarkeit sowie die Frage, ob die Konsole geschraubt, verschweisst oder in ein bestehendes System integriert wird.
Abgrenzung zu Türbeschlägen, Torbeschlägen und Sicherheitslösungen
Konsolen zählen innerhalb der Beschläge zu den konstruktiven Befestigungselementen. Im Unterschied zu Türbeschlägen und Torbeschlägen bilden sie in der Regel nicht die eigentliche Bedien- oder Bewegungsfunktion ab, sondern schaffen die Voraussetzung für deren Montage. Von Sicherheitsbeschlägen, Fluchtwegsicherungen und Fingerschutz unterscheiden sie sich dadurch, dass ihr Schwerpunkt auf Aufnahme, Verbindung und Positionierung liegt und nicht auf Schutz-, Flucht- oder Nutzungsfunktionen.