Abdichtung zwischen Rahmen, Flügel und Schwelle
Dichtungen übernehmen die elastische Abdichtung an Anschlägen, Falzen, Verglasungen und unteren Abschlüssen. Sie müssen Verformungen beim Öffnen und Schliessen aufnehmen und dabei ihre Dichtfunktion über den vorgesehenen Schliessdruck behalten. Relevant sind unter anderem Profilform, Material, Rückstellverhalten und die Passung zum jeweiligen Fenster- oder Türsystem.
Typische Einsatzbereiche im Fenster- und Türbau
Eingesetzt werden Dichtungen bei Fenstern, Aussentüren, Innentüren, Balkon- und Terrassentüren sowie bei Schiebelementen. Je nach Einbausituation stehen Schlagregen, Luftdichtheit, Schallschutz oder der Schutz vor Staub im Vordergrund. Im Bestand dienen Dichtungen zudem häufig dem Ersatz verschlissener Profile, wenn Undichtigkeiten, Zugluft oder ein ungleichmässiger Anpressdruck auftreten.
Gängige Dichtungsarten und Materialausführungen
Verbreitet sind Anschlag- und Falzdichtungen, Verglasungsdichtungen, Bodendichtungen sowie bei bestimmten Anwendungen Bürsten- oder Lippendichtungen. Die Ausführung richtet sich nach dem Bewegungsablauf des Elements, der erforderlichen Kompression und den Umgebungsbedingungen. Verwendet werden je nach System unterschiedliche elastische Werkstoffe, etwa Kautschuk- oder Kunststoffprofile.
Abgrenzung zu Beschlägen und Türverschlüssen
Dichtungen sind Abdichtungselemente und keine bewegungsführenden oder verriegelnden Bauteile. Im Unterschied zu Beschlägen übernehmen sie weder Lagerung noch Schliessmechanik. Gegenüber schwellenlosen Türverschlüssen liegt der Fokus nicht auf der Absenk- oder Verschlussfunktion am Boden, sondern auf dem eigentlichen Dichtprofil. Auch von fertigen Türlementen und Hebe-Schiebetürbeschlägen sind sie fachlich getrennt, da sie als funktionale Abdichtung innerhalb des Systems eingesetzt werden.