Konstruktiver Aufbau von Einbauschränken
Einbauschränke bestehen in der Regel aus massgenau gefertigten Korpusteilen, Fronten, Rückwänden, Sockeln, Blenden und Innenausbauten. Die Elemente werden an Wände, Böden, Decken oder Nischen angepasst, damit Fugen, Unebenheiten und Anschlusspunkte sauber aufgenommen werden. Je nach Nutzung kommen Tablare, Kleiderstangen, Auszüge oder Schubladen hinzu. Die Ausführung orientiert sich stärker an der vorhandenen Bausituation als an standardisierten Möbelmassen.
Typische Einbausituationen im Wohn- und Objektbau
Häufige Einsatzorte sind Schlafzimmer, Entrées, Korridore, Dachgeschosse, Nischen unter Treppen sowie raumhohe Wandzonen. Im Wohnbau dienen Einbauschränke oft der geordneten Nutzung von schwer möblierbaren Flächen. Im Objektbereich kommen sie dort vor, wo Stauraum unauffällig in den Ausbau integriert werden soll, etwa in Apartments, Hotels oder Bürobereichen. Besonders bei unregelmässigen Grundrissen lassen sich so vorhandene Flächen präziser nutzen.
Ausführungen nach Front, Einteilung und Einpassung
Einbauschränke können deckenhoch, wandbündig oder an Dachschrägen angepasst ausgeführt werden. Die Fronten reichen von geschlossenen Türflächen bis zu offenen Teilbereichen; innen sind feste oder verstellbare Tablare, Hängezonen und Schubladenelemente möglich. Auch die Tiefe wird projektbezogen bestimmt, etwa für Kleidung, Wäsche, Hauswirtschaft oder Archivgut. Damit unterscheidet sich die Planung vor allem durch das Zusammenspiel von Raummass, Nutzung und Innenaufteilung.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen im Innenausbau
Innerhalb der Gestelle und Wandschränke bezeichnen Einbauschränke fest eingepasste Schranklösungen für eine bestimmte Raumsituation. Hochschränke können ähnliche Höhen erreichen, sind jedoch nicht zwingend als passgenaue Einbauten konzipiert. Ankleiden umfassen meist einen ganzen Stauraumbereich mit mehreren Schrankzonen, während Einbauschränke auch einzelne Nischen oder Wandabschnitte betreffen. Schiebetüren-Schränke, Spiegelschränke oder Garderobenschränke beschreiben dagegen spezifische Funktions- oder Fronttypen, die innerhalb eines Einbauschrankprojekts vorkommen können, aber nicht mit dem Begriff Einbauschrank gleichzusetzen sind.