Was bei Gestellen und Wandschränken als Elementteile gilt
Als Elementteile werden einzelne konstruktive oder sichtbare Bauteile verstanden, aus denen Gestelle, Schrankanlagen oder wandgebundene Möbel aufgebaut werden. Dazu zählen je nach Ausführung etwa Seiten, Böden, Deckel, Trennwände, Rückwände, Blenden oder Frontteile. Sie können in Standardmassen oder objektspezifisch gefertigt sein und dienen als Ausgangspunkt für den weiteren Möbelaufbau.
Einsatz im Innenausbau und bei massgefertigten Schranklösungen
Elementteile kommen dort zum Einsatz, wo Schränke und Stauraumlösungen an Raumgeometrie, Nutzung und Einbausituation angepasst werden müssen. Das betrifft etwa Nischen, Dachschrägen, wandbündige Lösungen oder raumhohe Einbauten. Auch bei seriellen Anlagen werden einzelne Elemente verwendet, um Breiten, Höhen, Innenaufteilungen oder Anschlusssituationen projektbezogen zu variieren.
Materialien, Bearbeitung und Lieferzustand
Elementteile können je nach Möbelkonzept aus Holzwerkstoffen, Massivholz, Metall oder weiteren geeigneten Werkstoffen bestehen. Üblich sind rohe, beschichtete, furnierte oder lackierte Oberflächen sowie bearbeitete Kanten, Bohrbilder, Ausschnitte oder Befestigungspunkte. Der Lieferzustand reicht vom einfachen Zuschnitt bis zur montagefertig vorbereiteten Einzelkomponente.
Abgrenzung zu Korpussen, Schubladen und Schranksystemen
Elementteile sind keine vollständigen Möbel oder Funktionsmodule. Im Unterschied zu Korpussen bezeichnen sie nicht den bereits zusammengefügten Schrankkörper, sondern dessen einzelne Bestandteile. Von Schubladen, Spiegelfronten oder Schiebetüren-Schränken unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine eigenständigen Möbelelemente mit definierter Funktion darstellen. Gegenüber Schranksystemen beschreibt der Begriff die Bauteilebene, nicht das komplette System.