Aufbau und Funktion von Korpussen
Ein Korpus besteht in der Regel aus Seiten, Boden, Deckel, Rückwand sowie den verbindenden Konstruktionselementen. Diese Bauteile bilden den statischen Rahmen des Möbels und legen fest, wie Lasten aufgenommen und Innenausstattungen befestigt werden. Auch Masse, Raster, Sockel- oder Hängelösung sowie Anschlussstellen für Fronten und Auszüge werden über den Korpus bestimmt.
Typische Einsatzbereiche im Innenausbau
Korpusse kommen bei Einbauschränken, Garderobenschränken, Hochschränken, Kommoden und ähnlichen Möbeln zum Einsatz. Sie werden an Raumsituationen, Nischen, Wandanschlüsse und Nutzungsanforderungen angepasst. Je nach Anwendung stehen Stauraum, Zugänglichkeit, Integration in bestehende Ausbauflächen oder die Kombination mehrerer Möbeleinheiten im Vordergrund.
Konstruktive Ausprägungen und Ausführungen
Korpusse können bodenstehend, wandhängend, freistehend oder in bestehende Bauteile eingebunden ausgeführt werden. Üblich sind einzelne Korpusse ebenso wie modular aufgebaute Reihen, die zu grösseren Schrankanlagen zusammengefügt werden. Unterschiede ergeben sich zudem bei sichtbaren oder verdeckten Seiten, bei offenen oder frontgebundenen Ausführungen sowie bei der Vorbereitung für Tablare, Schubladen oder Innenorganisation.
Abgrenzung zu Einbauschränken, Schranksystemen und Schubladen
Korpusse bezeichnen den Möbelkörper selbst, nicht das vollständige Möbel mit allen Ausbau- und Frontteilen. Einbauschränke oder Garderobenschränke sind komplette Anwendungen, bei denen der Korpus nur einen Teil der Gesamtleistung bildet. Schranksysteme beschreiben die übergeordnete Kombination mehrerer Elemente, während Schubladen, Tablare oder Spiegelfronten funktionale oder gestalterische Bestandteile innerhalb oder vor dem Korpus sind.