Aufgabe von RWA-Steuerungen im Brandschutz
RWA-Steuerungen koordinieren die Auslösung und Ansteuerung von Einrichtungen für den Rauch- und Wärmeabzug. Dazu gehören je nach Anlage die Öffnung von Fenstern, Lichtkuppeln oder Klappen sowie die Anbindung weiterer Funktionen wie Signalgebung oder Rückmeldungen. Die Steuerung legt fest, welche Elemente bei welcher Auslösung reagieren, in welcher Reihenfolge dies geschieht und wie Betriebszustände überwacht werden.
Typische Einsatzorte in Gebäuden
Eingesetzt werden RWA-Steuerungen dort, wo Rauch im Ereignisfall gezielt abgeführt werden muss. Typische Bereiche sind Treppenhäuser, Korridore, Eingangsbereiche, Hallen, Atrien und weitere Zonen mit definierten Entrauchungskonzepten. Auch in Gebäuden mit natürlich wirkenden Rauchabzügen oder mit maschinisch unterstützten Lösungen übernimmt die Steuerung die technische Auslösung und Verknüpfung der angeschlossenen Komponenten.
Ausführungen und funktionale Unterschiede
RWA-Steuerungen können als zentrale oder dezentrale Systeme aufgebaut sein. Je nach Projekt unterscheiden sie sich unter anderem in Anzahl der angeschlossenen Linien, in der Art der Melder- und Tasteranbindung, in den Überwachungsfunktionen sowie in den Schnittstellen zu weiteren Gewerken. Relevant ist ausserdem, ob die Steuerung nur die Brandfallfunktion abbildet oder zusätzlich Lüftungs- und Komfortfunktionen derselben Öffnungselemente mitverwaltet.
Abgrenzung zu Rauchabzugsanlagen und anderen Brandschutzleistungen
Die RWA-Steuerung ist nicht die gesamte Rauchabzugsanlage, sondern deren Steuer- und Auslöseebene. Die Rauchabzugsanlage umfasst zusätzlich die mechanischen oder elektrischen Komponenten, über die Rauch und Wärme tatsächlich abgeführt werden. Von Türschliessern oder schwellenlosen Türverschlüssen unterscheidet sich die Leistung durch ihre Funktion im Entrauchungsablauf; im Unterschied zu allgemeinen Sicherheitsgewerken ausserhalb des Brandschutzes ist sie auf definierte Brandfallszenarien und brandschutztechnische Schaltfolgen ausgerichtet.