Aufbau und Funktionsweise von Rafflamellenstoren
Ein Rafflamellenstoren besteht aus einzelnen horizontalen Lamellen, die gewendet und zu einem Paket nach oben gezogen werden können. Die Lamellenstellung lässt sich je nach System offen, teilgeneigt oder weitgehend geschlossen einstellen. Damit kann die Beschattung an Sonnenstand, Raumnutzung und gewünschte Durchsicht angepasst werden. Typisch ist die Kombination aus Behang, Führung und oberem Kasten oder Blende.
Einsatz an Fassaden, Fensterbändern und Einzelöffnungen
Rafflamellenstoren werden an Wohnbauten, Bürogebäuden, Gewerbebauten und öffentlichen Gebäuden vor Fenstern und verglasten Fassaden eingesetzt. Sie eignen sich besonders dort, wo direkte Sonneneinstrahlung und Blendung über den Tagesverlauf variieren, etwa an Süd- und Westfassaden. Verwendet werden sie bei einzelnen Fenstern ebenso wie bei breiten Fensterbändern. In Neubauten und Sanierungen hängt die Ausführung von der Fassadenkonstruktion, der Einbausituation und dem verfügbaren Platz für Führung und Lamellenpaket ab.
Lamellenformen, Führungen und Bedienarten
Rafflamellenstoren sind in unterschiedlichen Lamellenprofilen und Breiten erhältlich. Je nach System kommen seitliche Führungsschienen oder Seilführungen zum Einsatz, was Einfluss auf Führung, Optik und Einbausituation hat. Auch die Bedienung variiert: möglich sind manuelle Lösungen oder motorisierte Ausführungen mit fester Schaltung oder Einbindung in Gebäudeautomation. Die konkrete Kombination richtet sich nach Fassadentyp, Windbeanspruchung, Nutzungsanforderung und gewünschter Steuerung.
Abgrenzung zu anderen Lamellenstoren
Rafflamellenstoren sind horizontale, aussenliegende Systeme mit verstellbaren Lamellen. Vertikallamellenstoren arbeiten mit senkrechten Lamellen und unterscheiden sich in Geometrie und Einsatzbild. Zwischenverglasungslamellenstoren liegen im Scheibenzwischenraum und sind konstruktiv anders aufgebaut. Ganzmetall-Lamellenstoren bezeichnen in erster Linie eine Materialausführung, Akustik-Lamellenstoren eine funktionale Speziallösung. Motorbetriebene Lamellenstoren beschreiben dagegen vor allem die Antriebsart, die auch bei Rafflamellenstoren vorkommen kann.