Aufbau und Funktionsprinzip in der Verglasung
Die Lamellen befinden sich nicht vor oder hinter dem Fenster, sondern im geschützten Zwischenraum einer Verglasungseinheit oder eines entsprechenden Glaselements. Je nach System lassen sich die Lamellen wenden und in ihrer Stellung an den gewünschten Lichteinfall anpassen. Die Bedienung erfolgt systemabhängig manuell oder über technische Antriebe, ohne dass die Verglasung dafür geöffnet wird.
Einsatzbereiche bei Fenstern, Fassaden und Innenverglasungen
Zwischenverglasungslamellenstoren eignen sich für Verglasungen, bei denen ein aussenliegender Sonnenschutz nicht gewünscht oder nur eingeschränkt möglich ist. Typische Anwendungen sind Fassadenelemente, Fenster in schwer zugänglichen Bereichen sowie Innenverglasungen mit Anforderungen an Sichtschutz und blendarmes Licht. Auch bei Bauteilen, die möglichst wenig gereinigt oder mechanisch beansprucht werden sollen, kann diese Anordnung sinnvoll sein.
Planungsrelevante Ausprägungen und technische Abstimmung
Bei der Planung sind insbesondere der Verglasungsaufbau, die Bedienart, die Zugänglichkeit für Unterhalt sowie die Abstimmung mit dem Fenster- oder Fassadensystem zu prüfen. Nicht jede Verglasung ist ohne Weiteres für integrierte Lamellen geeignet. Zudem beeinflussen Lamellengeometrie, Lichtdurchlass und Stellung der Lamellen die Wirkung auf Blendung, Sichtschutz und solare Einträge.
Abgrenzung zu anderen Lamellenstoren
Im Unterschied zu Rafflamellenstoren liegen Zwischenverglasungslamellenstoren nicht vor der Fassade, sondern innerhalb der Verglasung. Motorbetriebene Lamellenstoren beschreiben in erster Linie die Antriebsart, nicht die Einbaulage. Ganzmetall-Lamellenstoren werden über das Material definiert, Akustik-Lamellenstoren über ihre akustische Funktion, und Vertikallamellenstoren sind typischerweise als innenliegende, vertikal geführte Behänge ausgeführt. Zwischenverglasungslamellenstoren sind damit eine klar eigene Bauart innerhalb der übergeordneten Leistung Lamellenstoren.