Funktion von Geländern und Handläufen im Treppenbau
Geländer dienen der Absturzsicherung entlang von Treppenläufen, Podesten und offenen Kanten. Handläufe geben Halt beim Begehen der Treppe und werden entweder in das Geländer integriert oder separat an Wand und Konstruktion befestigt. Bei der Ausführung sind Anschlüsse, Linienführung, Greifbarkeit, Reinigungsfähigkeit und die Einbindung in die Trag- oder Ausbaukonstruktion zu berücksichtigen.
Einsatzbereiche im Innen- und Aussenbereich
Geländer und Handläufe kommen in Mehrfamilienhäusern, Büro- und Verwaltungsbauten, Bildungs- und Gesundheitsbauten sowie in Industrie- und Erschliessungsbereichen zum Einsatz. Im Innenbereich stehen häufig Detailausbildung, Materialwirkung und Anschluss an Wand, Boden oder Treppenwange im Vordergrund. Im Aussenbereich sind zusätzlich Witterung, Korrosionsschutz, Entwässerung und die Rutschsicherheit angrenzender Bauteile relevant.
Ausführungen von Drahtseil bis Glas
Zu den Unterleistungen gehören unter anderem Drahtseilgeländer, Glasgeländer, Lochblechgeländer, Leichtmetallgeländer und GFK-Handläufe. Drahtseil- und Lochblechlösungen werden oft dort eingesetzt, wo eine technische oder robuste Anmutung gefragt ist. Glasgeländer schaffen visuelle Offenheit, während Leichtmetallgeländer ein breites Spektrum an Formen und Oberflächen ermöglichen. GFK-Handläufe eignen sich für Umgebungen, in denen geringe Leitfähigkeit oder Beständigkeit gegenüber bestimmten Einflüssen gefragt ist.
Abgrenzung zu anderen Treppenleistungen
Innerhalb der Hierarchie gehören Geländer und Handläufe zur Treppenleistung im Ausbau und beziehen sich auf die sichernde und führende Ausstattung der Treppe. Die Geschwisterseiten nach Art und nach Material ordnen Systeme stärker nach Bauform oder Werkstoff, während diese Leistungsseite die konkrete Funktion an der Treppe zusammenfasst. Von der eigentlichen Treppenkonstruktion unterscheidet sich die Leistung dadurch, dass nicht der Treppenlauf selbst, sondern dessen Begrenzung, Führung und Ausgestaltung behandelt wird.