Was Isolierplatten bei Gipserarbeiten umfassen
Im gipserischen Kontext bezeichnet die Leistung plattenförmige Systeme, die auf Wänden oder Decken montiert, geklebt oder in einen mehrschichtigen Ausbau integriert werden. Sie können als Dämmträger, als Putzträger oder als Bestandteil einer Bekleidung dienen. Massgebend ist nicht nur das Material der Platte, sondern ihre Funktion im gesamten Schichtaufbau des Bauteils.
Typische Anwendungen an Wand- und Deckenflächen
Isolierplatten werden in Innenräumen unter anderem für Vorsatzschalen, Bekleidungen von Bestandswänden, Deckenuntersichten oder zur Verbesserung einzelner Raumtrennungen verwendet. In der Sanierung kommen sie dort vor, wo unebene oder bauphysikalisch unzureichende Flächen mit einem trockenen oder systemgebundenen Aufbau ergänzt werden. Auch bei Übergängen zwischen Rohbau, Installationen und späteren Oberflächen sind sie Teil der Ausführung.
Ausprägungen von Gipskartonplatten bis Verbundplatten
Innerhalb dieser Untergruppe gibt es unterschiedliche Plattenarten und Kombinationen. Dazu zählen je nach Aufbau unter anderem Gipskartonplatten, Gipsdielen, Hourdis und Schilfmatten sowie Verbundplatten. Verbundplatten verbinden meist mehrere Funktionen in einem Element, während andere Systeme stärker auf Beplankung, Ausgleich oder die Aufnahme weiterer Schichten ausgelegt sind. Welche Ausführung passt, hängt vom Untergrund, vom geplanten Oberflächenaufbau und von den Anforderungen an den Raum ab.
Abgrenzung zu Deckenputzen, Wandputzen und Gipsprodukten
Isolierplatten unterscheiden sich von Deckenputzen und Wandputzen dadurch, dass sie als eigenständige Plattenlage eingebaut werden und nicht als aufgetragene Putzschicht entstehen. Gegenüber der Geschwisterleistung Gipsprodukte ist der Begriff enger gefasst: Gipsprodukte umfassen verschiedene Baustoffe und Formteile, Isolierplatten beschreiben dagegen eine konkrete Form und Funktion innerhalb des Wand- oder Deckenaufbaus. In der Hierarchie gehören sie damit als spezialisierte Ausprägung unter die Gipserarbeiten.