Funktion von Hourdis und Schilfmatten im Putzaufbau
Schilfmatten schaffen einen haftfähigen Träger für Nassputze auf Untergründen, die ohne zusätzliche Schicht nicht ausreichend geeignet sind. Hourdis kommen in Konstruktionen vor, bei denen ausfachende oder leichte Bauteile für den weiteren Ausbau vorbereitet und verputzt werden. Im Mittelpunkt steht nicht nur das Material selbst, sondern dessen Verbindung mit Untergrund, Befestigung und Putzsystem.
Typische Einsatzsituationen bei Wänden und angrenzenden Bauteilen
Verarbeitet werden solche Systeme vor allem in Sanierungen, bei älteren Bauweisen und bei Mischuntergründen mit unterschiedlichen Materialübergängen. Schilfmatten finden sich häufig dort, wo Holzteile, leichte Trägerkonstruktionen oder unregelmässige Flächen überputzt werden sollen. Hourdis treten je nach Gebäudeaufbau bei ausfachenden Elementen auf, die vor dem Endputz vorbereitet, egalisiert oder ergänzt werden müssen.
Ausführung, Materialwahl und Anschlussdetails
Bei Schilfmatten sind Befestigungsart, Ebenheit und die Verträglichkeit mit dem vorgesehenen Putz entscheidend. Bei Hourdis richtet sich die Bearbeitung nach Form, Material und Lage im Bauteil sowie nach dem geplanten Oberflächenaufbau. Besondere Aufmerksamkeit gilt Anschlüssen, Übergängen und der Frage, ob zusätzliche Armierung, Ausgleichsschichten oder eine getrennte Behandlung einzelner Zonen erforderlich sind.
Abgrenzung zu Gipsdielen, Gipskartonplatten und Verbundplatten
Hourdis und Schilfmatten unterscheiden sich klar von plattenförmigen Ausbauprodukten. Gipsdielen und Gipskartonplatten bilden in der Regel eigenständige Wand- oder Bekleidungssysteme mit definierter Oberfläche, während Schilfmatten als Putzträger dienen und erst mit dem Putz ihre endgültige Funktion erhalten. Verbundplatten kombinieren mehrere Materialschichten in einem Element, während Hourdis und Schilfmatten stärker auf die Einbindung in einen handwerklich aufgebauten Putzverbund ausgerichtet sind.