Bidirektionale Satellitenanbindung am Gebäude
Eine Internet-Satellitenübertragungsanlage besteht aus einer auf den Satelliten ausgerichteten Aussenanlage sowie den dazugehörigen Innenkomponenten für Datenübertragung und Netzanbindung. Dazu gehören je nach Ausführung unter anderem Antenne, Sende- und Empfangseinheit, Montageelemente, Verkabelung und Modem oder Netzabschlussgerät. Für den Betrieb sind eine geeignete Befestigung, freie Sicht zum Satelliten und die Einbindung in Stromversorgung und internes Netzwerk erforderlich.
Einsatzorte ohne geeignete terrestrische Erschliessung
Solche Anlagen werden vor allem dort eingesetzt, wo keine ausreichende Anbindung über Glasfaser, Kupfer oder Mobilfunk verfügbar ist oder wo ein Standort kurzfristig erschlossen werden muss. Typische Kontexte sind abgelegene Gebäude, technische Aussenstationen, temporäre Nutzungen oder Infrastrukturbauten ausserhalb dichter Netze. Im Gebäudeumfeld ist dabei zu prüfen, wo die Aussenanlage montiert werden kann, ohne Sichtachsen, Zugänglichkeit und Witterungseinflüsse zu vernachlässigen.
Anlagenaufbau, Montageorte und Einbindung ins interne Netz
Die Ausführung richtet sich nach Standort, baulichen Gegebenheiten und gewünschter Netzstruktur. Die Aussenanlage kann auf Dachflächen, Fassaden, Masten oder anderen tragfähigen Konstruktionen montiert werden, sofern Ausrichtung und Zugang für Unterhalt sichergestellt sind. Auf der Innenseite wird die Satellitenanbindung in der Regel an Router-, Firewall- oder lokale Netzwerkkomponenten übergeben, sodass einzelne Arbeitsplätze, technische Systeme oder ganze Gebäudebereiche angebunden werden können.
Abgrenzung zu Empfangsanlagen, Funkanlagen und Kabelfernsehen
Internet-Satellitenübertragungsanlagen sind von Satelliten-Empfangsanlagen klar zu unterscheiden: Empfangsanlagen dienen dem einseitigen Bezug von TV- oder Rundfunksignalen, während Internetanlagen bidirektional arbeiten. Gegenüber Funkanlagen erfolgt die Verbindung nicht über terrestrische Funkstrecken zwischen zwei Bodenpunkten, sondern über einen Satelliten. Von rückwegtauglichen Kabelfernsehanlagen unterscheiden sie sich durch den Übertragungsweg, da keine leitungsgebundene Netzinfrastruktur am Standort vorausgesetzt wird. Antennen, TV-Steckdosen oder Verstärker können Bestandteil anderer Anlagen sein, bilden für sich allein jedoch keine Internet-Satellitenübertragungsanlage.