Was unter Unterhaltungstechniken im Gebäude verstanden wird
Unter Unterhaltungstechniken fallen installierte Systeme für den Empfang, die Verteilung und die Wiedergabe von Unterhaltungsmedien. Dazu zählen je nach Objekt etwa Audioanlagen, TV- und Videosysteme, Lautsprecherinstallationen, Medienanschlüsse sowie die technische Einbindung von Empfangs- und Abspielgeräten. Im Unterschied zu frei aufgestellten Einzelgeräten geht es hier um gebäudeseitig geplante und dauerhaft integrierte Lösungen.
Typische Einsatzbereiche in Wohn- und Zweckbauten
Unterhaltungstechniken werden vor allem in Wohnbauten, Hotels, Residenzen, Lounges, Aufenthaltsräumen und anderen nutzungsorientierten Innenbereichen eingesetzt. In Einfamilienhäusern und Wohnungen stehen häufig TV-, Audio- und Multiroom-Anwendungen im Vordergrund. In gewerblich oder gemeinschaftlich genutzten Gebäuden betrifft die Leistung eher die Medienversorgung von Gästezonen, Gemeinschaftsräumen oder repräsentativen Bereichen.
Übliche Ausprägungen und technische Komponenten
Die Ausführung reicht von einzelnen Medienanschlusspunkten bis zu vernetzten Audio- und Videosystemen über mehrere Räume. Typische Ausprägungen sind TV- und Signalverteilung, integrierte Lautsprecherlösungen, Heimkino- oder Medienräume, zentrale und dezentrale Audioverteilung sowie die Anbindung an Steuerungen oder Bedienpanels. Welche Lösung geeignet ist, hängt von Raumaufteilung, Leitungsführung, gewünschter Bedienlogik und den vorhandenen Endgeräten ab.
Abgrenzung zu anderen Gewerken der Gebäudesystemtechnik
Unterhaltungstechniken sind auf Mediennutzung und Wiedergabe ausgerichtet. Sie unterscheiden sich damit von Alarmtechnik und Sicherheitstechnik, die Schutz- und Überwachungsfunktionen abdecken, sowie von Beleuchtungen, Jalousien und Klima und Lüftung, die raumbezogene Gebäudefunktionen steuern. Gegenüber Visualisierungen liegt der Schwerpunkt nicht auf der Anzeige oder Benutzeroberfläche, sondern auf der technischen Bereitstellung und Verteilung von Unterhaltungsmedien. Schnittstellen zu Systemtechniken sind möglich, wenn Medienfunktionen in übergeordnete Steuerungen eingebunden werden.