Funktion von Verteilergestellen in Verteilinstallationen
Ein Verteilergestell übernimmt selbst keine Signalverteilung, sondern bildet die mechanische Grundlage dafür. Es trägt die Verteil- und Anschlusskomponenten, führt Kabel geordnet an den Montagepunkten vorbei und schafft Platz für Beschriftung, Rangierung und Wartung. Die offene Bauweise erleichtert den Zugriff auf Klemmen, Leisten und Patchfelder, was insbesondere bei Änderungen im Leitungsbestand relevant ist.
Einsatzorte in Telefon- und Gebäudenetzen
Verteilergestelle stehen typischerweise in Technikräumen, Hauptverteilungen, Etagenverteilungen oder in anderen Installationsbereichen mit geregeltem Zugang. Sie eignen sich für Umgebungen, in denen eine gute Übersicht über viele Leitungsanschlüsse erforderlich ist. Durch die offene Konstruktion sind sie vor allem dort sinnvoll, wo die Komponenten regelmässig bearbeitet werden und kein geschlossenes Gehäuse notwendig ist.
Bauformen und typische Ausstattungen
Je nach System kommen freistehende Gestelle, anreihbare Rahmen oder modulare Rackkonstruktionen zum Einsatz. Die Ausführung richtet sich nach den aufzunehmenden Komponenten, dem Platzbedarf und der vorgesehenen Kabelführung. Häufig werden Verteilergestelle mit Montageprofilen, Führungselementen für Rangierkabel, Ablageflächen oder Befestigungspunkten für zusätzliche Einbauten ergänzt.
Abgrenzung zu Verteilerschränken und Zwischenverteilern
Innerhalb der Verteilinstallationen bezeichnet das Verteilergestell die offene Tragstruktur. Ein Verteilerschrank erfüllt eine ähnliche Ordnungsfunktion, besitzt jedoch ein geschlossenes Gehäuse und bietet dadurch zusätzlichen Schutz. Ein Zwischenverteiler beschreibt dagegen in erster Linie die Position innerhalb der Netzstruktur und nicht zwingend die Bauform. Anschlusskomponenten, Steckverbindungen oder AVD-Verteilkomponenten sind die funktionalen Bauteile, die auf einem Gestell montiert werden.