Funktion von Einbaukasten und Verteilern
Einbaukasten und Verteiler sind Gehäuse oder Einbaueinheiten für Verteilinstallationen. Sie dienen dazu, Leitungen, Anschlusspunkte, Klemmenfelder oder modulare Einsätze geschützt und nachvollziehbar unterzubringen. Im Unterschied zu frei geführten Verbindungen entsteht damit ein fester Installationspunkt mit klarer Zuordnung, definierter Zugänglichkeit und geordneter Kabelführung.
Typische Einbauorte im Gebäude
Solche Verteiler werden dort eingesetzt, wo Leitungen zusammengeführt oder auf weitere Bereiche verteilt werden. Typische Orte sind Installationszonen in Wohnungen, Etagenverteilerbereiche, Schächte, Technikräume oder Übergabepunkte innerhalb von Büro- und Zweckbauten. Bei Sanierungen kommen sie auch dann zum Einsatz, wenn bestehende Leitungswege beibehalten, aber Anschlüsse neu organisiert werden müssen.
Bauformen und Ausstattungsmerkmale
Je nach Einbausituation gibt es unterschiedliche Grössen, Tiefen und Gehäuseausführungen. Relevant sind unter anderem die Art der Montage, die verfügbare Reserve für spätere Erweiterungen, Möglichkeiten zur Beschriftung sowie die Aufnahme von Tragschienen, Montageplatten oder Anschlussmodulen. Auch Türlösungen, Abschliessbarkeit und die Führung ein- und austretender Kabel können für die Auswahl entscheidend sein.
Abgrenzung zu Verteilerschränken, Verteilergestellen und Zwischenverteilern
Einbaukasten und Verteiler bezeichnen in erster Linie die bauliche Aufnahme und den lokalen Verteilpunkt. Verteilerschränke sind meist grösser dimensioniert und für umfangreichere Installationen oder besser zugängliche Technikbereiche vorgesehen. Verteilergestelle dienen eher offenen, rackähnlichen Aufbauten. Ein Zwischenverteiler beschreibt dagegen die Funktion innerhalb der Verteilstruktur und nicht zwingend die konkrete Gehäuseform. Vom Amtsverteiler unterscheidet sich der Einbaukasten zudem dadurch, dass er nicht den spezifischen Übergabepunkt zum Netzbetreiber bezeichnet.