Welche Messaufgabe ein Ertragszähler erfüllt
Ein Ertragszähler misst die von einer Solaranlage erzeugte Energiemenge, in der Regel in Kilowattstunden. Er bildet damit den Produktionsertrag der Anlage ab und nicht den Strombezug aus dem Netz. Je nach Anlagenkonzept wird er an der dafür vorgesehenen Stelle im Erzeugungspfad eingebunden, damit die erzeugte Energie separat erfasst werden kann.
Typische Einsatzsituationen bei Photovoltaikanlagen
Ertragszähler werden in Messkonzepten eingesetzt, in denen die Stromproduktion unabhängig von Eigenverbrauch, Netzbezug oder Netzeinspeisung dokumentiert werden soll. Das ist etwa bei gewerblichen Dachanlagen, grösseren Gebäuden mit Eigenverbrauch oder bei interner Auswertung von Solarerträgen relevant. Auch für die laufende Plausibilisierung der Anlagenleistung werden sie genutzt, etwa im Vergleich mit Wechselrichterdaten oder Ertragsprognosen.
Ausführungen und Einbindung in das Messkonzept
Ertragszähler sind in unterschiedlichen technischen Ausführungen erhältlich, etwa für einphasige oder dreiphasige Anlagen. Je nach Gerät erfolgt die Ablesung direkt am Zähler oder über eine Anbindung an ein Monitoring- oder Energiemanagementsystem. In der Praxis werden sie entweder als eigenständige Erzeugungsmessung eingesetzt oder in ein umfassenderes Zählerkonzept integriert.
Abgrenzung zu Bezugs-, Einspeise- und bidirektionalen Zählern
Als Unterkategorie von Zählern im Solarbereich messen Ertragszähler ausschliesslich die erzeugte Energie der Anlage. Bezugszähler erfassen dagegen den Strom, der aus dem öffentlichen Netz entnommen wird. Einspeisezähler messen die Energie, die ins Netz abgegeben wird, während bidirektionale Zähler Bezug und Einspeisung an einem gemeinsamen Messpunkt erfassen. Ein Ertragszähler ergänzt solche Messungen, ersetzt sie aber nicht, wenn andere Energieflüsse separat ausgewiesen werden sollen.