Funktion von Brandabschottungen bei Durchführungen
Wo Abgasleitungen, Kamine oder zugehörige Bauteile durch feuerwiderstandsfähige Wände und Decken geführt werden, entstehen Öffnungen und Ringspalte. Brandabschottungen schliessen diese Bereiche so, dass die trennende Funktion des Bauteils erhalten bleibt. Je nach System begrenzen sie den Durchtritt von Flammen, heissen Gasen und Rauch über den Durchführungsbereich.
Typische Einbausituationen im Gebäudebetrieb
Solche Abschottungen kommen unter anderem bei Deckendurchführungen von Abgasleitungen, bei Wanddurchführungen in Technikräumen, in Installationsschächten sowie bei mehrgeschossigen Kaminführungen vor. Auch bei Sanierungen sind sie relevant, wenn bestehende Öffnungen angepasst oder Leitungen ersetzt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt Mischsituationen, in denen verschiedene Leitungen oder Bekleidungen in engem Abstand zueinander verlaufen.
Ausführungsarten und konstruktive Anforderungen
Brandabschottungen können als mineralische Abschottung, Formteil, Bekleidung oder als systemgebundene Lösung für einen definierten Durchführungsbereich ausgeführt sein. Entscheidend ist, dass Abschottung, Leitung und angrenzendes Bauteil zusammenpassen. Zu berücksichtigen sind unter anderem Geometrie der Öffnung, mögliche Bewegungen, Temperaturbeanspruchung, Zugänglichkeit für Montage und spätere Kontrolle sowie der Anschluss an bestehende Bekleidungen oder Schachtwände.
Abgrenzung zu Abgasleitungen, Kaminelementen und Sicherheitstechnik
Brandabschottungen sind nicht mit Abgasleitungen oder Kaminen gleichzusetzen: Diese führen Abgase ab, während die Abschottung den Durchdringungsbereich brandschutztechnisch sichert. Sie unterscheiden sich auch von Explosionsklappen, die auf Druckereignisse ausgelegt sind, sowie von Schalldämpfern oder Vibrationsdämpfern mit akustischer oder mechanischer Funktion. Gegenüber Alarmanlagen, Videoüberwachung oder Zutrittskontrolle liegt der Fokus nicht auf Detektion oder Zugang, sondern auf der baulichen Begrenzung einer Brandausbreitung.