Wie Heizkostenverteiler am Heizkörper arbeiten
Heizkostenverteiler werden direkt am Heizkörper montiert und registrieren dessen Wärmeabgabe über einen bestimmten Zeitraum. Je nach System erfolgt die Erfassung über temperaturabhängige Verdunstung oder über elektronische Sensoren. Die erfassten Werte werden für die verbrauchsabhängige Verteilung von Heizkosten verwendet. Damit die Abrechnung plausibel bleibt, muessen Heizkörpertyp, Bauform und Gerätezuteilung korrekt berücksichtigt werden.
Typische Einsatzorte in Mehrfamilienhäusern und gemischt genutzten Liegenschaften
Eingesetzt werden Heizkostenverteiler vor allem dort, wo mehrere Parteien an eine zentrale Heizungsanlage angeschlossen sind und der Wärmeverbrauch nicht wohnungsweise direkt gemessen wird. Das betrifft etwa Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser oder Verwaltungsbauten mit Heizkörpern. In solchen Objekten ermöglichen die Geräte eine Aufteilung der Heizkosten nach erfassten Verbrauchsanteilen statt ausschliesslich nach Fläche oder Volumen.
Gerätearten und Ausführungen
Verbreitet sind Verdunstungsgeräte und elektronische Heizkostenverteiler. Elektronische Ausführungen können je nach System vor Ort oder per Funk ausgelesen werden. Bei der Auswahl sind die Eignung für den jeweiligen Heizkörper, die Lesbarkeit der Verbrauchswerte und der organisatorische Aufwand für Erfassung und Geräteverwaltung relevant. In Bestandsliegenschaften spielt zudem eine Rolle, ob bestehende Gerätelinien ersetzt oder in ein Abrechnungssystem eingebunden werden.
Abgrenzung zu Heizkostenabrechnungen, Thermostaten und Steuerungen
Heizkostenverteiler erfassen Verbrauchswerte am einzelnen Heizkörper, sie erstellen jedoch nicht selbst die Heizkostenabrechnung. Diese Abrechnung ist eine eigene Leistung, bei der erfasste Werte, Verteilerschlüssel und weitere Kostenbestandteile zusammengeführt werden. Von Heizkörperthermostaten unterscheiden sich Heizkostenverteiler ebenfalls klar: Thermostate regeln die Raumtemperatur, während Heizkostenverteiler nur den Verbrauch erfassen. Auch gegenüber Heizungssteuerungen und Schaltuhren besteht ein anderer Aufgabenbereich, da diese den Anlagenbetrieb beeinflussen, nicht aber den individuellen Heizkörperverbrauch dokumentieren.