Welche Funktionen Tanksicherungsgeräte abdecken
Tanksicherungsgeräte sind auf den sicheren Betrieb von Tanksystemen ausgerichtet. Sie dienen dazu, kritische Zustände wie Überfüllung, unzulässige Füllstände oder Undichtheiten früh zu erkennen und technische Reaktionen auszulösen. Je nach System arbeiten sie als eigenständige Sicherungseinheiten oder als Teil einer übergeordneten Steuerung. Im Unterschied zu allgemeinen Mess- oder Regelkomponenten beziehen sich ihre Funktionen direkt auf den Tank und dessen sichere Befüllung, Lagerung und Entnahme.
Einsatz an Lagertanks in Heiz- und Versorgungssystemen
Im Gebäudebereich werden Tanksicherungsgeräte vor allem bei stationären Lagertanks in Technikräumen, Heizungsanlagen oder versorgungsnahen Nebenräumen eingesetzt. Relevant sind sie überall dort, wo Betriebsmedien über längere Zeit gelagert oder periodisch angeliefert werden. Typische Anlässe für die Planung oder Erneuerung sind Tankersatz, Sanierungen von Heizungszentralen, Anpassungen an bestehende Lagertechnik oder die Nachrüstung von Sicherheitsfunktionen. Die genaue Ausführung richtet sich nach Tankart, Medium, Aufstellort und Einbindung in die Anlagentechnik.
Lecksicherungen, Überfüllsicherungen und tankbezogene Regelungen
Zu den typischen Ausprägungen gehören Lecksicherungen, Überfüllsicherungen und Regelungen für tankbezogene Abläufe. Lecksicherungen überwachen, ob unerwünschter Medienaustritt erkannt wird oder ob ein sicherheitsrelevanter Zustand im Umfeld des Tanks vorliegt. Überfüllsicherungen begrenzen Befüllvorgänge oder melden einen kritischen Füllstand, bevor der Tank über seine zulässige Aufnahme hinaus gefüllt wird. Tankbezogene Regelungen verknüpfen diese Informationen mit Schalt- oder Meldefunktionen und stimmen den Betrieb mit der übrigen Anlage ab.
Abgrenzung innerhalb von Armaturen, Instrumenten und Regelungen
Innerhalb der Hierarchie gehören Tanksicherungsgeräte zum Bereich Armaturen, Instrumente und Regelungen, unterscheiden sich dort aber klar von allgemeinen Armaturen oder Ventilen. Armaturen regeln oder sperren in erster Linie den Medienfluss, während Tanksicherungsgeräte auf sicherheitsbezogene Zustände des Tanks selbst ausgerichtet sind. Gegenüber Leckdetektoren ist der Anwendungsbereich enger: Ein Leckdetektor kann auch ausserhalb von Tanksystemen eingesetzt werden, während Tanksicherungsgeräte als Gesamtheit auf den Behälterbetrieb bezogen sind. Von allgemeinen Regelungen für Heizung oder Klima grenzen sie sich dadurch ab, dass nicht der thermische Prozess, sondern der sichere Tankbetrieb im Vordergrund steht.