Wie Überfüllsicherungen den Füllvorgang absichern
Überfüllsicherungen erfassen den zulässigen Höchstfüllstand eines Tanks und geben beim Erreichen dieses Punktes ein sicherheitsrelevantes Signal an den Befüllvorgang weiter. Je nach System erfolgt dies über einen Fühler im Tank, über eine gekoppelte Abschaltung oder über eine anlagenspezifische Signalübertragung. Ihr Zweck ist nicht die laufende Bestandsanzeige, sondern die Begrenzung des Füllvorgangs vor einem Überlaufen.
Einsatz an Lagerbehältern in Heiz- und Versorgungssystemen
Typische Einsatzorte sind stationäre Lagerbehälter in Heizungsanlagen, Energiezentralen, Technikräumen oder betrieblichen Versorgungsbereichen, in denen flüssige Medien angeliefert und eingefüllt werden. Relevant sind sie überall dort, wo ein Tank von aussen befüllt wird und ein unkontrollierter Austritt vermieden werden muss. Auch bei Sanierungen oder beim Ersatz älterer Tanktechnik wird die Überfüllsicherung häufig mit Leitungen, Armaturen und Tankanschlüssen abgestimmt.
Ausführungen nach Tankbauart, Medium und Einbausituation
Überfüllsicherungen werden je nach Tankbauart, Medium, Einbausituation und Art der Befüllung unterschiedlich ausgeführt. Unterschieden wird unter anderem nach der Art der Füllstanderfassung, der Signalübertragung und der Einbindung in die übrige Tanktechnik. Bei mehrbehältrigen Anlagen, unterirdischen Tanks oder bestehenden Altanlagen sind Schnittstellen, Kabelführung und Zugänglichkeit oft mitentscheidend.
Abgrenzung innerhalb der Tanksicherungsgeräte
Als Teil der Tanksicherungsgeräte beziehen sich Überfüllsicherungen auf den maximalen Füllstand beim Befüllen. Lecksicherungen überwachen dagegen den Austritt oder Verlust von Medium aus Tank, Leitung oder Überwachungsraum. Regelungen dienen der Steuerung von Betriebszuständen und Prozessen in der Anlage; sie ersetzen keine Überfüllsicherung, weil ihre Funktion nicht auf die sichere Begrenzung des Befüllvorgangs ausgelegt ist.