Aufbau und technische Merkmale von Fertigcheminées
Ein Fertigcheminée besteht in der Regel aus einem vorgefertigten Feuerraumbereich, konstruktiven Mantel- oder Verkleidungselementen sowie den notwendigen Anschlüssen an Abgasführung und gegebenenfalls Verbrennungsluft. Die Bauteile sind systembezogen aufeinander abgestimmt, was die Planung des Einbaus vereinfacht. Vor der Montage sind unter anderem Platzbedarf, Untergrund, Anschlussmöglichkeiten und die Einbindung in die umgebenden Ausbauarbeiten zu prüfen.
Typische Einbausituationen im Wohn- und Innenausbau
Fertigcheminées werden vor allem in Wohnbereichen eingesetzt, in denen eine klar definierte Cheminée-Lösung vorgesehen ist. Sie kommen im Neubau ebenso vor wie bei Umbauten, sofern die baulichen Voraussetzungen für Aufstellung und Abgasführung vorhanden sind. Durch den systematischen Aufbau lassen sie sich in Raumecken, an Wandflächen oder als gestalterisch eingebundene Feuerstelle innerhalb eines Aufenthaltsraums vorsehen.
Ausführungen bei Feuerraum, Form und Verkleidung
Je nach System sind unterschiedliche Sichtfenster, Frontformen und Verkleidungskonzepte möglich. Fertigcheminées können geradlinig, über Eck oder als stärker architektonisch integrierte Lösung ausgeführt werden, sofern das jeweilige System dies vorsieht. Unterschiede bestehen auch bei der Oberflächengestaltung und bei der Art, wie das Cheminée in Wandaufbau, Bodenanschluss oder bestehende Innenausbauten eingebunden wird.
Abgrenzung zu aufgebauten Cheminées und Cheminéeöfen
Innerhalb der Leistung Cheminées stehen Fertigcheminées für systembasierte, vorgeplante Konstruktionen. Aufgebaute Cheminées werden demgegenüber stärker individuell vor Ort erstellt und sind konstruktiv freier. Cheminée-Einbaukonstruktionen beziehen sich eher auf den baulichen Rahmen für einen Einsatz, während Frontverkleidungen nur einzelne sichtbare Bekleidungsteile betreffen. Von Cheminéeöfen unterscheiden sich Fertigcheminées durch die fest eingebaute, baulich integrierte Lösung statt eines eigenständigen Ofenkörpers.