Bauliche und technische Bestandteile von Cheminées
Ein Cheminée besteht aus der Feuerstätte selbst, der umgebenden Konstruktion sowie den Anschlüssen an Kamin oder Abgasanlage. Je nach Ausführung kommen Frontverkleidungen, Einbaurahmen, Sitzbänke oder ergänzende Bauteile wie Kaminhüte hinzu. Bei der Planung sind neben der Gestaltung auch Themen wie Brandschutz, Luftzufuhr, Einbausituation und die Abstimmung mit angrenzenden Bauteilen zu berücksichtigen.
Einsatz im Neubau, Umbau und Innenausbau
Cheminées werden vor allem in Wohnbauten, Aufenthaltsbereichen und vergleichbaren Innenräumen eingeplant, in denen eine fest integrierte Feuerstelle gewünscht ist. Im Neubau lässt sich die Anlage früh in Grundriss, Kaminführung und Verkleidungskonzept einbinden. Bei Umbauten steht meist die Nachrüstung im Vordergrund, wobei vorhandene Kaminverhältnisse, Platzbedarf und die Einbindung in bestehende Oberflächen zu prüfen sind.
Ausführungen von Fertigcheminée bis Cheminéeanlage
Unter Cheminées fallen unterschiedliche Bauarten. Dazu gehören aufgebaute Cheminées, Fertigcheminées und Cheminée-Einbaukonstruktionen, bei denen ein Feuerraumeinsatz in eine individuell ausgeführte Verkleidung integriert wird. Ebenfalls zur Kategorie zählen umfassendere Cheminéeanlagen mit abgestimmten Nebenbauteilen sowie einzelne Zusatzelemente wie Cheminéeventilatoren, Frontverkleidungen, Kachelsitzbänke oder Kaminhüte. Spezielle kombinierte Lösungen mit Öl- oder Gasheizung sind davon abzugrenzen und werden nur in bestimmten Anlagenkonzepten eingesetzt.
Abgrenzung zu Kachelöfen, Cheminéeöfen und Heizsystemen
Cheminées unterscheiden sich von Kachelöfen durch ihren Aufbau und ihre gestalterische Ausrichtung: Der sichtbare Feuerraum und die frontale Feueransicht stehen stärker im Vordergrund, während Kachelöfen als Speicher- und Ofensysteme anders konstruiert sind. Gegenüber Cheminéeöfen sind Cheminées in der Regel stärker baulich eingebunden und nicht bloss als fertiges Einzelgerät aufgestellt. Von allgemeinen Heizungen wie Fussboden-, Wand- oder Warmluftheizungen grenzen sie sich dadurch ab, dass sie eine konkrete Feuerstätte mit sichtbarer Flamme und architektonischer Einbindung bilden.