Konstruktionsprinzip mit vorgeschalteter Feuerung
Bei Heizkessel-Vorfeuerungsaggregaten ist die Feuerung dem eigentlichen Kessel vorgeschaltet. Der Verbrennungsvorgang findet in einer separaten Einheit statt, während der Heizkessel die entstehende Wärme über seine Heizflächen aufnimmt und an das Heizsystem weitergibt. Diese Trennung beeinflusst den Aufbau von Brennraum, Abgasführung, Regelung und Wartungszugang.
Einsatz in Kesselanlagen mit getrennter Verbrennungszone
Solche Anlagen kommen dort in Betracht, wo die Feuerung baulich oder betrieblich vom Kesselkörper getrennt werden soll. Das kann bei bestimmten Brennstoffen, bei speziellen Beschickungssystemen oder bei Anlagenkonzepten mit externer Brennkammer sinnvoll sein. Auch in Bestandsanlagen spielt die Frage eine Rolle, ob eine vorhandene Kesseleinheit mit einer vorgeschalteten Feuerung kombiniert werden kann.
Ausführungen nach Feuerung, Beschickung und Einbindung
Vorfeuerungsaggregate unterscheiden sich unter anderem nach Art der Feuerungseinheit, Brennstoffzufuhr und Einbindung in die Kesselanlage. Je nach System kann die Beschickung manuell oder automatisiert erfolgen, und auch die Regelung von Luftzufuhr, Leistung und Abgasführung ist unterschiedlich gelöst. Massgeblich ist dabei immer die Abstimmung zwischen Feuerung, Kessel, Abgasanlage und Wärmeverteilung.
Abgrenzung zu Brennwert-, Gas- oder Pelletheizkesseln
Im Unterschied zu Geschwisterleistungen wie Brennwertheizkesseln, Gasfeuerungsheizkesseln oder Pelletheizkesseln beschreibt Heizkessel-Vorfeuerungsaggregate in erster Linie ein Bau- und Anlagenprinzip. Der Begriff legt also nicht primär den Brennstoff oder die Nutzung der Kondensationswärme fest, sondern die räumliche und technische Trennung von Feuerung und Heizkessel. Innerhalb der Hierarchie gehört die Leistung damit zu den Heizkesseln, grenzt sich aber von direkt befeuerten oder konstruktiv integrierten Kesselarten ab.