Technische Auslegung von Allesbrenneröfen
Allesbrenneröfen sind als Raumfeuerungen konzipiert und nicht als eigenständige Wärmeverteilung für mehrere Gebäudebereiche. Damit unterschiedliche Brennstoffarten genutzt werden können, ist der Feuerraum je nach Modell auf verschiedene Glut- und Luftführungsverhältnisse ausgelegt. Typische Bauteile sind Feuerraum, Rost, Luftregelung und Aschebereich. Welche Brennstoffe tatsächlich zulässig sind, ergibt sich nicht aus der Bezeichnung allein, sondern aus der konkreten Konstruktion und der Produktdokumentation.
Einsatz als Einzelofen in Gebäuden
Allesbrenneröfen werden dort eingesetzt, wo ein einzelner Raum oder ein begrenzter Nutzungsbereich direkt beheizt werden soll. Sie kommen eher als Einzelofen im Bestand oder in spezifischen Nutzungssituationen infrage als für eine zentrale Gebäudeheizung. Ob ein Einsatz technisch und rechtlich möglich ist, hängt unter anderem vom Aufstellraum, vom Rauchabzug, von der Verbrennungsluftversorgung und von den geltenden Vorschriften ab. Auch Lagerung und Handhabung der vorgesehenen Brennstoffe müssen im Nutzungskonzept mitberücksichtigt werden.
Brennstoffwahl, Betrieb und Planung
Bei Allesbrenneröfen darf nur der Brennstoff verwendet werden, für den das Gerät zugelassen ist. Unterschiedliche feste Brennstoffe verhalten sich im Abbrand verschieden und stellen andere Anforderungen an Luftzufuhr, Rost, Ascheanfall und Reinigung. Für die Planung relevant sind deshalb die Eignung der Abgasanlage, die Einhaltung von Brandschutzabständen, die Zugänglichkeit für Wartung sowie die lokalen Vorgaben zu Emissionen und Feuerungsanlagen. Ein unspezifischer Mehrstoffbetrieb ohne Freigabe des Herstellers ist fachlich nicht gleichzusetzen mit einem dafür ausgelegten Ofen.
Abgrenzung zu Holzöfen, Kohleöfen und Pelletöfen
Innerhalb der Leistung Öfen bilden Allesbrenneröfen ein Mehrstoffsegment. Im Unterschied zu Holzöfen oder Kohleöfen sind sie nicht auf nur eine feste Brennstoffart ausgelegt, wobei die tatsächliche Bandbreite je nach Modell begrenzt sein kann. Pelletöfen arbeiten dagegen mit einem definierten Brennstoff und meist mit anderer Förder- und Regeltechnik. Elektroöfen und Gasöfen gehören ebenfalls nicht in diese Kategorie, da sie ohne feste Brennstoffe betrieben werden.