Aufbau und materialbedingte Eigenschaften
Kunststofftanks bestehen je nach Anwendung aus thermoplastischen Werkstoffen und werden als einwandige oder mehrwandige Behälter ausgeführt. Typisch sind eine gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit und vielen chemisch belastenden Medien sowie eine geringe Anfälligkeit für Rost. Gleichzeitig sind Kunststofftanks an zulässige Temperaturen, mechanische Belastungen und die Verträglichkeit mit dem jeweiligen Lagergut gebunden. Für die Planung sind deshalb Medium, Aufstellbedingungen, statische Einwirkungen und Anschlüsse für Entnahme, Befüllung, Entlüftung oder Überwachung massgebend.
Einsatzbereiche im Hochbau und in technischen Anlagen
Verwendet werden Kunststofftanks unter anderem für Regenwasser, Brauchwasser, Prozessflüssigkeiten, chemische Medien oder bestimmte Betriebsstoffe. In Gebäuden kommen sie in Technikräumen, Nebenräumen oder Aussenbereichen vor, ebenso in gewerblichen und industriellen Anlagen. Im infrastrukturellen Umfeld eignen sie sich für Anwendungen, bei denen eine korrosionsbeständige Lagerung und eine vergleichsweise leichte Behälterlösung gefragt ist. Ob ein Tank oberirdisch oder erdverlegt eingesetzt werden kann, hängt von Konstruktion, Einbausituation und dem vorgesehenen Medium ab.
Bauformen, Ausführungen und technische Ergänzungen
Kunststofftanks sind in unterschiedlichen Geometrien erhältlich, etwa als stehende oder liegende Behälter, kompakte Einzeltanks oder modulare Systeme. Je nach Anwendung werden sie mit Domschächten, Füllstandsanzeigen, Lecküberwachung, Auffanglösungen, Pumpentechnik oder Anschlusskomponenten ergänzt. Auch die Ausführung als doppelwandiger Tank oder als System mit zusätzlicher Sicherung ist möglich, wenn die Lagerbedingungen dies erfordern. Die konkrete Ausprägung richtet sich nach Platzverhältnissen, Zugänglichkeit, Wartungskonzept und den Eigenschaften des Lagerguts.
Abgrenzung zu Beton-, Leichtmetall- und Stahltanks
Innerhalb der Leistung Tanks stehen Kunststofftanks für Behälterlösungen mit Fokus auf Medienbeständigkeit und geringem Eigengewicht. Gegenüber Stahltanks entfällt das Thema Rost, während Stahltanks je nach Anwendung andere mechanische oder thermische Eigenschaften bieten können. Betontanks werden eher dort gewählt, wo hohe Masse, Einbindung in Bauwerke oder bestimmte unterirdische Anwendungen im Vordergrund stehen. Leichtmetalltanks unterscheiden sich vor allem bei Materialverhalten, Belastbarkeit und chemischer Beständigkeit. Von Zutrittskontrolle, Alarmanlagen oder Videoüberwachung ist die Leistung klar getrennt, da Kunststofftanks der Lagerung von Medien dienen und nicht der Sicherung von Gebäuden oder Personen.