Funktion von Gasarmaturen in gasführenden Systemen
Unter Gasarmaturen fallen Bauteile, die den Durchfluss von Gasen gezielt beeinflussen oder absichern. Dazu gehören je nach Anwendung Armaturen zum vollständigen Absperren, zum dosierten Regeln oder zum Schutz gegen unerwünschte Betriebszustände. Im Unterschied zu allgemeinen Armaturen steht bei Gasarmaturen die Eignung für gasförmige Medien im Vordergrund, insbesondere hinsichtlich Dichtheit, Werkstoffverträglichkeit und sicherer Schalt- oder Regelcharakteristik.
Einsatzbereiche in Klima-, Lüftungs- und Gebäudetechnik
Im hier eingeordneten Bereich kommen Gasarmaturen vor allem dort zum Einsatz, wo Lüftungs- oder Heizsysteme mit gasbetriebenen Komponenten arbeiten. Typische Einbauorte sind Leitungen zu Brennern, gasbeheizten Lufterhitzern oder zentralen Wärmeerzeugern innerhalb der Gebäudetechnik. Auch in technischen Nebenanlagen mit gasförmigen Medien werden sie verwendet, sofern die Anlage eine definierte Freigabe, Absperrung oder Regelung des Gasstroms verlangt.
Funktionsarten und technische Ausprägungen
Gasarmaturen lassen sich nach ihrer Aufgabe unterscheiden: Absperrarmaturen unterbrechen den Gasfluss, Regelarmaturen beeinflussen die Durchflussmenge, und sicherheitsbezogene Armaturen reagieren auf definierte Betriebszustände oder verhindern unzulässige Strömungsrichtungen. Je nach Anlagenkonzept können einzelne Funktionen getrennt ausgeführt oder in Baugruppen zusammengefasst sein. Auswahl und Ausführung richten sich nach Medium, Druckbereich, Schaltverhalten, Einbausituation und dem Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten der Anlage.
Abgrenzung zu Dampfarmaturen und Kältearmaturen
Gasarmaturen gehören innerhalb der übergeordneten Leistung Armaturen zu den Ausführungen für gasförmige Medien. Sie unterscheiden sich von Dampfarmaturen, die für Heissdampf und dessen thermische Belastungen ausgelegt sind, sowie von Kältearmaturen, die auf Kältemittel, tiefe Temperaturen und kältetechnische Kreisläufe abgestimmt sind. Die Abgrenzung erfolgt deshalb nicht nur über die Bauform, sondern vor allem über Medium, Betriebszustand und den jeweiligen Einsatz im System.