Funktion von Kältearmaturen in Kälteanlagen
Unter Kältearmaturen fallen Armaturen und Ventilkomponenten, die Medienströme in kältebezogenen Systemen führen, absperren, regeln oder sichern. Je nach Anlagentyp sitzen sie direkt im Kältemittelkreislauf oder in nachgeschalteten Kaltwasser- beziehungsweise Solekreisen. Für die Auswahl sind unter anderem Medium, Temperaturbereich, Druckstufe, Anschlussart und die Dichtheit gegenüber dem eingesetzten System massgebend.
Typische Einbauorte in Klima- und Lüftungssystemen
Kältearmaturen werden in Kältezentralen, an Kaltwassersätzen, in Verteilnetzen sowie an lufttechnischen Anlagen mit Kühlfunktion eingesetzt. Sie finden sich an Leitungsabschnitten vor und nach Aggregaten, an Verbrauchern, an Wartungsstellen und an sicherheitsrelevanten Punkten des Systems. In Gebäuden mit technischer Kühlung betreffen sie sowohl die zentrale Erzeugung als auch die hydraulische oder kältetechnische Einbindung einzelner Anlagenteile.
Bauarten und Aufgaben innerhalb des Systems
Zu den typischen Ausprägungen zählen Absperrarmaturen, Rückschlagarmaturen, Magnetventile, Regelarmaturen sowie sicherheitsbezogene Armaturen. Daneben kommen Service- und Anschlussarmaturen für Prüfung, Wartung oder Inbetriebnahme vor. Welche Bauart verwendet wird, hängt davon ab, ob eine Leitung nur geschlossen werden soll, ob Strömungen gezielt geführt werden müssen oder ob der Betrieb automatisch auf wechselnde Lastzustände reagieren soll.
Abgrenzung zu Dampfarmaturen und Gasarmaturen
Kältearmaturen sind innerhalb der Armaturen auf kältebezogene Medien und Betriebsbedingungen ausgelegt. Im Unterschied zu Dampfarmaturen stehen nicht hohe Dampftemperaturen und Kondensatführung im Vordergrund, sondern tiefe Temperaturen, Dichtheit und Mediumverträglichkeit im Kälteprozess. Gegenüber Gasarmaturen beziehen sie sich nicht auf die Verteilung oder Regelung von Brenn- oder technischen Gasen, sondern auf Kreisläufe der Kälte- und Klimatechnik.