Was Feuchtigkeitsmessgeräte in Lüftungsanlagen messen
Feuchtigkeitsmessgeräte dienen zur Erfassung der Luftfeuchte in einem definierten Messbereich. Je nach Gerät wird vor allem die relative Luftfeuchte direkt angezeigt oder als Messsignal ausgegeben; weitere Werte können aus der Feuchtemessung und zusätzlichen Parametern abgeleitet werden. Die Geräte kommen als mobile Messgeräte für Einzelmessungen oder als fest installierte Fühler und Messumformer für den laufenden Anlagenbetrieb vor.
Typische Einsatzorte in Raum- und Kanallüftung
In der Gebäudetechnik werden Feuchtigkeitsmessgeräte in Aufenthaltsräumen, Technikräumen, Lagerbereichen sowie in Zu- und Abluftkanälen eingesetzt. Sie unterstützen die Beurteilung von Raumklima, Befeuchtungs- und Entfeuchtungsprozessen sowie die Kontrolle von Feuchtewerten an kritischen Punkten einer Lüftungsanlage. Auch bei Inbetriebnahmen, Funktionskontrollen und periodischen Messungen werden sie verwendet.
Ausführungen nach Einbauart und Messaufgabe
Üblich sind portable Handmessgeräte, fest montierte Raumfühler, Kanalsensoren und Geräte mit Protokollierungsfunktion. Die Auswahl richtet sich danach, ob punktuell gemessen, dauerhaft überwacht oder ein Messwert an eine Regelung weitergegeben werden soll. Relevant sind zudem die Einbausituation, die Reaktionszeit des Sensors und die Eignung für den vorgesehenen Umgebungsbereich.
Abgrenzung zu kombinierten Klima- und Temperaturmessgeräten
Innerhalb der Messinstrumente sind Feuchtigkeitsmessgeräte auf den Parameter Feuchte ausgerichtet. Gegenüber Temperatur-/Feuchtemessgeräten, kombiniert, liegt der Schwerpunkt nicht auf der gleichzeitigen Erfassung beider Klimawerte in einem Gerät. Temperaturmessgeräte erfassen ausschliesslich thermische Werte. Von Messgeräten zur Feuchteprüfung in Baustoffen oder Oberflächen sind Feuchtigkeitsmessgeräte für die Lüftungstechnik ebenfalls zu unterscheiden.