Welche Messgrössen kombinierte Geräte erfassen
Diese Geräte messen in der Regel die Lufttemperatur und die relative Luftfeuchte. Aus beiden Werten können je nach Ausführung weitere Zustandsgrössen wie Taupunkt oder absolute Feuchte abgeleitet werden. Die gemeinsame Erfassung reduziert Abweichungen, die entstehen können, wenn Temperatur und Feuchte mit getrennten Geräten an leicht unterschiedlichen Positionen gemessen werden.
Einsatz in Lüftung, Klima und Gebäudebetrieb
Kombinierte Messgeräte werden in Lüftungsanlagen, Klimaräumen, Technikzentralen, Büroflächen, Schulräumen, Archiven oder Lagerräumen eingesetzt. In Luftkanälen dienen sie zur Erfassung des aktuellen Luftzustands im Zu-, Ab- oder Umluftbereich. In Räumen unterstützen sie die Überwachung von Komfortbedingungen und die Beurteilung feuchtebedingter Belastungen im Betrieb.
Geräteausführungen und Einbauorte
Üblich sind Raumfühler, Kanalfühler, mobile Handmessgeräte und fest installierte Messumformer für die Gebäudeautomation. Die Auswahl richtet sich nach Einbauort, Messaufgabe und Einbindung in übergeordnete Systeme. Für punktuelle Kontrollen werden eher portable Geräte verwendet, während für kontinuierliche Erfassung meist fest montierte Ausführungen in Räumen oder Lüftungskanälen eingesetzt werden.
Abgrenzung zu Temperatur- und Feuchtigkeitsmessgeräten
Innerhalb der Messinstrumente decken kombinierte Geräte beide Luftzustandsgrössen in einer Einheit ab. Reine Temperaturmessgeräte erfassen nur die Temperatur, reine Feuchtigkeitsmessgeräte nur die Feuchte. Wenn beide Werte gemeinsam für Regelung, Dokumentation oder Beurteilung benötigt werden, sind kombinierte Geräte fachlich von den Einzelgeräten zu unterscheiden. Gegenüber allgemeinen Armaturen, Instrumenten und Regelungen bilden sie die spezifische Messkomponente für den Luftzustand.