Was Konditionierungsmittel in Wassersystemen leisten
Konditionierungsmittel sind flüssige oder feste Produkte, die dosiert werden, um pH-Wert, Korrosionsverhalten, Ablagerungsneigung oder die Stabilität des Wassers zu beeinflussen. Sie werden nicht als eigenständige Aufbereitungsanlage eingesetzt, sondern als chemische Ergänzung innerhalb eines bestehenden Wassersystems. Massgebend für die Auswahl sind die Wasserqualität, die Anlagenauslegung und die verwendeten Metalle, Dichtungen und Kunststoffe.
Einsatz in Heiz-, Kühl- und technischen Wasserkreisläufen
Typische Einsatzbereiche sind Heizungsanlagen, Kühlkreisläufe sowie weitere wasserführende Systeme in der Gebäudetechnik. In geschlossenen Kreisläufen geht es häufig um Korrosionsschutz und die Begrenzung von Schlamm- oder Belagsbildung. Bei Nachspeisung oder wechselnden Betriebszuständen kann die Konditionierung dazu dienen, die Wasserchemie über die Betriebszeit kontrollierbar zu halten.
Typische Aufgaben bei der chemischen Konditionierung
Je nach Anwendung kommen Mittel zur pH-Stabilisierung, Korrosionshemmung, Härtestabilisierung, Dispergierung oder Bindung unerwünschter Inhaltsstoffe zum Einsatz. Für einzelne Systeme können auch Mittel gegen biologisches Wachstum relevant sein, sofern Einsatzbereich und Betriebsweise dies erfordern. Die Dosierung hängt vom Produkt, vom Anlagenvolumen, von der Nachspeisung und von den angestrebten Wasserwerten ab.
Abgrenzung zu Wasseraufbereitung, Messgeräten und Frostschutz
Innerhalb der Wasser-Konditionierungen bezeichnet Konditionierungsmittel die chemische Behandlung des vorhandenen Wassers. Davon zu unterscheiden sind Wasseraufbereitungen, Filtergeräte, Ultrafiltrationsgeräte oder Umkehrosmoseanlagen, die Stoffe aus dem Wasser entfernen oder die Wasserqualität anlagentechnisch verändern. pH-Messgeräte und Leitfähigkeits-Messgeräte dienen der Überwachung, nicht der Behandlung. Frostschutz ist eine eigene Funktion und nicht mit der gesamten chemischen Konditionierung gleichzusetzen.