Messaufgabe von Wasserzählern in technischen Wassersystemen
Ein Wasserzähler misst, welche Wassermenge eine Leitung oder einen Anlagenteil durchströmt. Je nach Ausführung wird der Wert direkt am Gerät abgelesen oder an eine übergeordnete Erfassung weitergegeben. In technischen Installationen wird damit nicht nur der Gesamtverbrauch erfasst, sondern auch der Wasserbezug einzelner Teilbereiche, Nachspeisungen oder Aufbereitungsstufen.
Typische Einbauorte in Spezialanlagen und Gebäudetechnik
Wasserzähler werden in Zuleitungen, Verteilleitungen und separaten Anlagensträngen eingesetzt. Im Bereich Klima und Lüftung betrifft das unter anderem wasserführende Nebenanlagen, Nachspeisestrecken oder aufbereitete Wasserkreisläufe. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Mengenbezug, Anlagenbilanzierung oder die Zuordnung von Verbräuchen pro Bereich erforderlich ist.
Bauarten, Schnittstellen und Auswahlkriterien
Die Auswahl richtet sich nach Medium, Durchflussbereich, Einbausituation und gewünschter Ausleseart. Verbreitet sind mechanische und elektronische Ausführungen sowie Geräte mit Impuls- oder Busschnittstellen für die technische Erfassung. Ebenfalls relevant sind Nenngrösse, Einbaulage, Temperaturbereich und die Frage, ob der Zähler für interne Anlagenüberwachung oder für abrechnungsnahe Messaufgaben vorgesehen ist.
Abgrenzung zu Wasseraufbereitung und Messgeräten für Wasserqualität
Wasserzähler verändern das Wasser nicht, sondern erfassen ausschliesslich Mengen oder Durchfluss. Damit unterscheiden sie sich von Wasseraufbereitungen, Wasserfiltern oder Umkehrosmoseanlagen, die das Medium behandeln. Gegenüber Leitfähigkeits-Messgeräten und pH-Messgeräten erfassen sie keine chemischen oder physikalischen Wasserwerte, sondern nur den Volumenstrom beziehungsweise die bezogene Wassermenge.