Funktion an Aussenöffnungen von Luftkanälen
Wetterschutzgitter werden dort eingesetzt, wo Luft über die Gebäudehülle ein- oder austritt. Typisch sind Lamellenkonstruktionen, die Niederschlag und eingetragene Verschmutzungen von der Öffnung fernhalten, ohne den Luftstrom vollständig abzuschirmen. Je nach Ausführung unterstützen sie auch den Schutz vor Laub, Tieren oder groben Fremdkörpern. Für die praktische Eignung sind freie Querschnitte, Druckverlust, Wasserführung und die Möglichkeit zur Reinigung relevant.
Typische Einbauorte in Klima- und Lüftungsanlagen
Wetterschutzgitter finden sich an Aussenluft- und Fortluftöffnungen von Lüftungsanlagen, an Fassadenanschlüssen von Technikräumen sowie an Schächten und Einhausungen im Aussenbereich. Sie kommen sowohl bei kompakten Wanddurchführungen als auch bei grösseren Kanalöffnungen zum Einsatz. Der konkrete Einbauort beeinflusst die Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit, Witterungsschutz und Befestigung. In exponierten Lagen mit Schlagregen oder Schneeeintrag sind Ausführung und Position besonders sorgfältig zu wählen.
Bauformen, Materialien und Ausstattungen
Wetterschutzgitter sind in unterschiedlichen Lamellengeometrien, Bautiefen und Rahmenformen erhältlich. Üblich sind Ausführungen aus Aluminium, verzinktem Stahl oder Edelstahl, je nach Umgebung und Beanspruchung. Ergänzend können Vogelschutzgitter, Insektenschutz, rückseitige Netze oder wartungsfreundliche Abdeckungen vorgesehen werden. Bei sichtbaren Fassadenbereichen spielen neben der Funktion auch Rastermass, Rahmenansicht und die Einbindung in die Gebäudehülle eine Rolle.
Abgrenzung zu anderen Gittertypen
Innerhalb der Kategorie Gitter sind Wetterschutzgitter auf den Einsatz an äusseren Öffnungen mit Witterungseinfluss ausgerichtet. Abluftgitter und Zuluftgitter dienen stärker der Luftführung und dem Luftaustritt oder Lufteintritt innerhalb des Lüftungssystems, etwa im Innenbereich oder an technischen Abschlüssen ohne ausgeprägte Wetterschutzfunktion. Bodengitter sind für begehbare oder bodennahe Einbausituationen ausgelegt und folgen anderen statischen und konstruktiven Anforderungen. Wetterschutzgitter unterscheiden sich somit vor allem durch ihren Bezug zur Gebäudeaussenhülle und zum Schutz vor Niederschlag.