Funktion von Gittern in Lüftungs- und Kanalsystemen
In der Klima- und Lüftungstechnik werden Gitter an Zu-, Ab- oder Umluftöffnungen eingesetzt. Sie führen Luft durch eine definierte Öffnung, decken den Anschluss an Kanäle oder Schächte ab und schützen den freien Querschnitt vor groben Fremdkörpern. Je nach Ausführung können sie feststehende oder verstellbare Lamellen haben und für Wand-, Decken-, Boden- oder Fassadenbereiche ausgelegt sein.
Typische Einbauorte im Hochbau
Gitter finden sich in Technikräumen, an Fassaden, in Nebenräumen, in Bodenkanälen sowie an Übergängen zwischen Lüftungskanal und Raum. In Innenräumen dienen sie oft als sichtbarer Abschluss von Lüftungsöffnungen. Im Aussenbereich kommen Ausführungen zum Einsatz, die Regen, Laub oder Kleintiere vom Kanal fernhalten sollen. Bei bodenbündigen Einbauten muss zusätzlich die Begehbarkeit oder Belastbarkeit berücksichtigt werden.
Abluftgitter, Zuluftgitter, Bodengitter und Wetterschutzgitter
Abluftgitter und Zuluftgitter werden für den Luftaustritt oder die Luftrückführung in Innenräumen verwendet. Bodengitter sind für Einbausituationen in Doppelböden, Bodenkanälen oder entlang von Fassaden vorgesehen und müssen an die Nutzung der Fläche angepasst sein. Wetterschutzgitter werden an Aussenwänden oder Ansaug- und Fortluftöffnungen montiert, damit Luft passieren kann, während Schlagregen und grobe Verschmutzungen möglichst abgehalten werden. Die konkrete Ausführung richtet sich nach Luftmenge, Einbaulage und Umgebungsbedingungen.
Abgrenzung zu Auslässen, Klappen und Kanälen
Gitter sind nicht mit Auslässen gleichzusetzen. Auslässe sind stärker auf die gezielte Einbringung oder Verteilung der Luft im Raum ausgelegt, während Gitter in vielen Fällen den funktionalen Abschluss einer Öffnung bilden. Gegenüber Klappen und Dämpfern übernehmen Gitter keine eigentliche Regel- oder Absperrfunktion. Kanäle und Rohre transportieren die Luft, Gitter markieren dagegen den offenen Übergang zum Raum oder zur Aussenluft.