Was Schlauchpflegeanlagen technisch abdecken
Schlauchpflegeanlagen bündeln Arbeitsschritte, die bei der Instandhaltung von Löschschläuchen regelmässig anfallen. Dazu gehören je nach Anlage das Waschen oder Spülen, das Trocknen, die Prüfung auf Dichtheit oder Belastbarkeit sowie die anschliessende Handhabung für Lagerung oder Wiedereinsatz. Der Funktionsumfang reicht von einzelnen Stationen bis zu kombinierten Anlagen mit mehreren aufeinander abgestimmten Prozessschritten.
Einsatzorte für die Schlauchaufbereitung
Verwendet werden Schlauchpflegeanlagen dort, wo Schlauchmaterial in grösserer Zahl anfällt oder in definierten Abläufen bearbeitet werden muss. Typische Einsatzorte sind Feuerwehrmagazine, Werkfeuerwehren, Ausbildungsstandorte und zentrale Materialstellen. Sie kommen nach Einsätzen, Übungen oder turnusmässigen Kontrollen zum Einsatz und unterstützen einen gleichmässigen Pflegeprozess.
Ausführungen nach Funktion und Automatisierungsgrad
Schlauchpflegeanlagen können als kompakte Einzelanlage oder als komplette Pflegelinie ausgeführt sein. Übliche Bestandteile sind Wasch- und Spüleinheiten, Trocknungssysteme, Prüfstände sowie Geräte zum Wickeln, Rollen oder Ablegen. Die konkrete Auslegung richtet sich unter anderem nach Schlauchtypen, Mengen, Platzverhältnissen und dem gewünschten Automatisierungsgrad.
Abgrenzung zu anderen Anlagen der Feuerlöscheinrichtungen
Innerhalb der Feuerlöscheinrichtungen zählen Schlauchpflegeanlagen zu den Anlagen für Materialpflege und Werkstattprozesse. Sie unterscheiden sich damit klar von Nasslöschanlagen und Sprinkleranlagen, Gaslöschanlagen oder Rauchabzugsanlagen, die unmittelbar auf ein Brandereignis oder dessen Auswirkungen ausgerichtet sind. Schlauchpflegeanlagen bearbeiten vorhandenes Schlauchmaterial, statt ein Gebäude oder einen Raum aktiv zu schützen.