Funktionsweise eines gasbefeuerten Boilers
Ein Gasboiler erwärmt Brauchwasser in einem Speicher über einen Brenner, der mit Erdgas oder einem anderen zugelassenen Gas betrieben wird. Die Temperatur wird über eine Regelung überwacht und im gewünschten Bereich gehalten. Das Warmwasser steht dadurch nicht erst beim Zapfen zur Verfügung, sondern wird bevorratet. Für die Einbindung sind Wasseranschlüsse, Gaszufuhr, Abgasführung und die Bedingungen am Aufstellort zu berücksichtigen.
Typische Einbausituationen für Gasboiler
Gasboiler werden dort eingesetzt, wo Warmwasser unabhängig von einer zentralen Heizungsanlage bereitgestellt werden soll oder wo bereits eine Gasinfrastruktur vorhanden ist. Typische Standorte sind Keller, Technikräume, Waschküchen oder andere Nebenräume mit geeigneter Erschliessung. In Wohnbauten versorgen sie einzelne Wohnungen oder Häuser, in kleineren Gewerbeeinheiten einzelne Sanitärräume, Teeküchen oder mehrere Zapfstellen mit ähnlichem Nutzungsprofil.
Ausführungen nach Speichergrösse und Aufstellart
Unterschieden wird vor allem nach Speicherinhalt, Geräteleistung und baulicher Ausführung. Je nach Platzverhältnissen kommen kompakte oder grössere Speichergeräte in Frage; auch wandhängende und stehende Varianten sind möglich. Für die Auswahl sind der Warmwasserbedarf, die Anzahl gleichzeitiger Entnahmen und die räumliche Situation relevant. Zusätzlich ist zu prüfen, wie Zu- und Abluft sowie die Abgasabführung am konkreten Standort gelöst werden können.
Abgrenzung zu anderen Boilerarten
Innerhalb der Boiler bezeichnet Gasboiler die Warmwasserbereitung mit Gas als Energieträger. Elektroboiler arbeiten mit elektrischen Heizelementen, ölgefeuerte Boiler mit einem Ölbrenner, und Zentralheizungsboiler werden über ein bestehendes Heizsystem geladen statt über einen eigenen Gasbrenner. Einbauboiler und Stehboiler beschreiben hingegen primär die Bauform. Gasboiler lassen sich damit fachlich eher nach Energiequelle einordnen als nach Montageart.