Wärmedämmung mit Schaumstoffen an Warmwasserleitungen
Isolierschäume bestehen aus schaumstoffbasierten Dämmmaterialien, die um Rohrleitungen oder einzelne Bauteile gelegt, geschoben oder angepasst werden. Im Einsatz an Warmwasserleitungen dienen sie dazu, die Temperatur des Mediums über die Leitungsstrecke besser zu halten und Abstrahlverluste zu mindern. Je nach Produkt sind sie für gerade Rohrabschnitte, Bögen, Abzweige oder kleinere Einbauten geeignet.
Typische Einsatzstellen im Sanitärbereich
Verwendet werden Isolierschäume an warmwasserführenden Leitungen in Steigzonen, Installationsschächten, Technikräumen, Vorwänden und abgehängten Decken. Sie kommen sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen vor, insbesondere dort, wo Leitungen nachträglich gedämmt oder bestehende Dämmungen ergänzt werden. Auch an kurzen Leitungsabschnitten zwischen Speicher, Verteiler, Armatur oder Zirkulationsanschluss sind schaumstoffbasierte Lösungen üblich.
Ausführungen und Materialformen von Isolierschäumen
Im Bereich der Warmwasserleitungen werden Isolierschäume in verschiedenen Materialqualitäten und Lieferformen verwendet, etwa als flexible Rohrdämmung, als Bahnenware oder als anpassbare Zuschnitte für unregelmässige Geometrien. Relevant sind dabei unter anderem Formstabilität, Anpassbarkeit an Einbauten sowie die Eignung für die jeweilige Einbausituation. Für komplexe Stellen werden schaumstoffbasierte Produkte häufig zugeschnitten, verklebt oder mit passenden Formteilen kombiniert.
Abgrenzung zu Isolierpolstern, Isolierschalen, Isolierzöpfen und Steinwolleprodukten
Isolierschäume unterscheiden sich von Isolierschalen durch ihre meist höhere Flexibilität und die einfachere Anpassung an kleinere Rohrdimensionen oder verwinkelte Verläufe. Isolierpolster werden eher für einzelne Armaturen, Flansche oder wartungsrelevante Bauteile eingesetzt, während Isolierschäume häufiger die laufende Leitungsdämmung abdecken. Isolierzöpfe eignen sich für Stopf- und Füllbereiche an schwer zugänglichen Stellen. Steinwolleprodukte werden dagegen gewählt, wenn mineralische Dämmstoffe für die konkrete Einbausituation besser passen als Schaumlösungen.