Was Drucktüren im Abwasserbau leisten
Drucktüren trennen Bereiche, in denen Wasser, Abwasser oder kurzzeitig auftretender Druck auf die Tür wirken kann, von zugänglichen Betriebs- oder Wartungszonen. Anders als einfache Zugangstüren sind sie auf Dichtheit und eine belastbare Verriegelung ausgelegt. Die Ausführung richtet sich nach dem Einbauort, der zu erwartenden Beanspruchung und den betrieblichen Anforderungen an Zugang, Reinigung und Unterhalt.
Typische Einbauorte in Entwässerungs- und Abwasseranlagen
Verwendet werden Drucktüren in abwassertechnischen Bauwerken wie Pumpwerken, Schachtbauwerken, unterirdischen Technikräumen, Beckenanlagen oder Kanalzugängen. Sie sichern Öffnungen in Wänden oder Trennbauwerken, wenn angrenzende Bereiche trocken oder kontrolliert zugänglich bleiben müssen. Auch bei Anlagen mit Rückstaugefahr oder bei wasserbelasteten Untergeschossen können druckdichte Türlösungen erforderlich sein.
Ausführungen und planerische Kriterien
Drucktüren werden je nach Einsatz als einflügelige oder mehrteilige Ausführungen, für Wandöffnungen oder spezielle Zugangssituationen geplant. Relevante Kriterien sind unter anderem Dichtungsart, Werkstoff, Korrosionsbeständigkeit, Öffnungsrichtung, Verriegelung, Platzverhältnisse und die Möglichkeit für Inspektion und Wartung. In Abwasseranlagen ist zudem zu prüfen, wie die Tür auf feuchte, aggressive oder verschmutzte Umgebungen reagiert.
Abgrenzung zu verwandten Komponenten im Abwasserbereich
Drucktüren sind bauliche Abschlüsse für begehbare Öffnungen und unterscheiden sich damit von Abdeckungen aller Art, die meist Schächte oder Öffnungen von oben verschliessen. Von Rückstauverschlüssen, Rückschlagklappen oder Hochwasserschiebern grenzen sie sich dadurch ab, dass sie keinen Leitungsstrom regeln, sondern Räume oder Bauwerksbereiche abschotten. Wanddurchführungen dichten Rohr- oder Kabeldurchtritte ab, während Drucktüren für den Personen- und Wartungszugang vorgesehen sind.